Les Paul Junior Doublecut Diary

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    • Les Paul Junior Doublecut Diary

      Tag: Noch 2 Tage bis zum Start des Projekts

      Vorstellung des Projekts

      Wie angekündigt wird das hier ein Tagebuch, das den Bau (m)einer Les Paul Junior Doublecut dokumentiert. Diejenigen, die G&B lesen, werden die Gitarre kennen. In G&B wird der Bau einer solchen Gitarre beschrieben. Ich werde mich an der Beschreibung orinetieren, da dies meine erste Gitarre ist, die ich selberbaue.
      Ich werde die Gitarre zusammen mit meinem Vater bauen, da er erstens die nötigen Werkzeuge hat, die nötige Erfahrung im Umgang mit Holz und es zu zweit auch einfach mehr Spass macht:).

      Details über die Gitarre:

      Die Gitarre ist eine Vollmahagoni-Gitarre im Les Paul Junior Doublecut. Die Les Paul Jr. wurde von Gibson herausgebracht. Sie war als billiges (99,50$) Schülermodell oder preiswertige Alternative zu den Topmodellen Les Paul Standard und Les Paul Custom heraugebracht worden. Ursprünglich war sie eine Single-Cutaway-Version, wurde aber ab 1958 auch als Double-Cutaway-Version herausgebracht. Sie besitzt einen eingeleimten Hals. Damals wurden Hälse zwar auch schon geschraubt (das war damals ganz neu), trotzdem wollte/konnte man nciht auf die traditionelle Bauweise verzichten. Änliche Modelle sind die Gibson SG und die Gibson Melody Maker. Da sie so billig war, wurde sie 1959 4364 mal verkauft. Damit war sie in diesem Zeitraum die meisstverkaufte Gitarre.
      Das schwierige an der Gitarre ist, dass der Hals nicht nur in x- und y-Achse richtig eingeleimt werden muss, sondern auch noch in z-Achse (Halswinkel). Der Halsfortsatz reicht weit in den Hals hinein, so soll eine ausreichende Stabilität zwischen Korpus und Hals geboten werden. Das Besondere ist, dass der Hals erst im 22. Bund in den Korpus übergeht. Deshalb kann mann keinen Bausatz oder Fertigteile kaufen.

      Bestellung der Teile:

      Das Holz gabs zum Glück bei einem Schreiner. Einfach mal nachfragen. Wir haben Sipo-Mahagony. Daraus wird der Korpus und der Hals gemacht. Die gesammte Hardware, bis auf den Tonabnehmer, wurde bei Rockinger bestellt. Einzig Griffbrett und Trussrod wurden noch bei Armin Dreier gekauft. Sollte ich wieder einmal eine Gitarre bauen, werde ich das Griffbrett wieder bei ihm bestellen, da er eine Grosse Auswahl an Holz, Mesuren und Extrawünschen anbietet. Sogar die Mensur der Les Paul Jr, (624mm), die es laut Frank Deimel (der Autor der Les Pal Jr. Doublecut-Reihe in G&B ) nicht mehr gibt, stellt Armin Dreier her. Ich hab einfach bei Armin Dreier angerufen. Er war sehr nett, das Bestellen war kein Problem, er hat mir sogar noch einige Vorschläge gemacht, die ich ünernommen habe. Schaut euch einfach mal seine Website an: dreier-gitarren.de/griffbrett.html Ich hab übrigens ein Griffbrett aus Ebenholz, das mich ca 55 € gekostet hat. Dazu kamen noch 15€ für den Trussrod, sowie Versand. Das Griffbrett wird fertig für den Einsatz geliefert, d.h. Armin Dreier hat mit die Mensur eingesägt, das Griffbrett gewölbt und hätte es mir auch richtig zugesägt (Sattel 43mm, Griffbrett-Ende 57mm), aber das wollte ich selbermachen, da ich dann, falls es nötig sein sollte, die Werte noch etwas verändern kann.
      Den p-90 Dogear habe ich in Amerika bei store.guitarfetish.com gekauft. Einfach wegen dem Preis:) Ich hab nicht ganz eingesehen, wieso ich für den PU fast genausoviel ausgeben soll, wie für die gesammte restliche Hardware. Selbst mit Versankosten nach Deutschland war der p-90 noch billiger, als wenn ich ihn hier gebraucht gelauft hätte. Ja, auf die Qualität bin auch ich gespannt;).
      Die restliche Hardware habe ich bei Rockinger bestellt. Das waren:

      -Mechaniken (KLUSON Roundbacks CTM LOCKHEAD satin chrom)
      -Sattel (Graph Tech Tremnuts Gibson-style, 43 x 8 x 5mm)
      -Bundraht (Bunddraht, 24 Stück 2,9x1,4mm Extra Jumbo)
      -Schlagbrett-Rohling (Kunststoffplatte schwarz)
      -Steg (SCHALLER Einteiler)
      -Stab-Side-Dots (Stab Side Dots weiss)
      -End-Pins (Standard Endpins schwarz)
      -Buchsenblech (Metall-Buchsenblech für Les Paul schwarz)
      -Drehregler (Dome Speed Knob verchromt)
      -Klinkenbuchse (Original Switchcraft Klinkenbuchsen Mono)
      -Abschirm-Set (Shielding Kit)
      -Sowie Schrauben zum Befestigen des Schlagbretts und des Buchsenblechs

      Insgesammt hat mich das 173,20€ gekostet. Versand war kostenlos. Das Paket war erstaunlich schnell da. Nichts hat gefehlt. Bis auf 3 Sachen war alles zu meiner Zufriedenheit:

      1. Der Bunddraht wurde, anstatt 24 einzelner Bünde, in mehreren, längeren Drahtstücken geliefert. Das macht für mich zwar keinen grossen Unterschied, ist aber trotzdem etwas ärgerlich, da ich eben 24 einzelne Bünde bestellt habe.
      2. Die Stab-Side-Dots wurden anstatt als 2 lange Stäbe in 4 kleineren geliefert. Macht zwar auch wenig Unterschied, ist aber auch etwas ärgerlich.

      Diese zwei Probleme habe ich Rockinger gemailt. Am nächsten Tag war eine sehr freundliche Mail bei mir:


      Hallo Jacob,

      vielen Dank für deine Mail. Du hast natürlich recht, sowas sollte
      eigentlich nicht sein. Wir versuchen das auch immer zu vermeiden.
      Aber gerade bei den beiden von dir angesprochenen Produkten ist es so, daß
      es nicht leicht ist, sie immer lieferbar zu
      haben, weshalb wir sie von 2 unterschiedlichen
      Quellen beziehen. Und dann sind sie halt mal so und mal so.

      Und da denken wir so für uns: beim Bunddraht muß ja eh geschnippelt
      werden und außerdem kann man so viel sparsamer damit umgehen und hat
      womöglich noch was über.

      Aber wie gesagt: eigentlich hast du natürlich recht.


      --
      Freundliche Grüße



      Damit hat Rockinger mein vertrauen wiedergewonnen:)

      Die dritte Sache, die nicht zu meiner Zufriedenheit war, war, dass die bestellten Sachen in der Mail, die ich als Auftragsbestätigung erhalten habe, anders benannt waren als in der Rechnung. Das war für mich deshalb ein Problem, da ich das Paket nicht an mich verschicken liess, sondern an meinen Vater, der wenig Ahnung von Gitarren hat. So mussten wir umständlich über Telefon die einzelnen Sachen zuordnen ("da müsste son Faustgrosses Ding sein, so silbern, das hat irgendwie so 2 Schrauben", "ganz dünn?", "nene, eher etwas dick, das hat auch noch so 6 Dinger, wo nachher die Saiten drüberlaufen", "Ah, das hier, habs", wir haben s aber geschafft:) ). Das habe ich aber vergesen, in der Mail zu schreiben. Ausserdem wurde die Rechnung nicht an mich versendet, sondern mit dem Paket. Logisch, das ist ein verbreiteter Trick, find ich aber trotzdem nicht ok. Das habe ich aber genauso vergessen, in meiner Mail zu schreiben.

      Wie die Profis unter euch schon lange bemerkt haben, halte ich mich nicht 100% an die Vorgaben der Les Paul Jr. Ich benutze sie eher als Vorlage, meine eigene Gitarre zu bauen. Deshalb werde ich ev auch ein paar Sachen anders machen als in G&B beschrieben. Z.B ist der Steg absolut nicht den Vorgaben entsprechend, das Griffbrett auch nicht ganz etc. Aber om Grossen und Ganzen ähnelt meine Gitarre schon sehr einer

      Mit dem Bau gehts vorraussichtlich am Dienstag los. Am Montag kommt also kein Eintrag.

      Hier bitte keine Fragen, keine Posts, kein Sonstwas, das hier soll ein einfaches, gut zu lesendes Tagebuch sein. Ich werde einen anderen Thread eröffnen, indem ihr Fragen stellen, Vorshläge machen, eigenen Meinungen loswerden könnt. Sollte jemand doch hier etwas schreiben, werde ich das ignorieren, da sonst auch jemand anderes schreibt und am Schluss meine Einträge unter 20 anderen untergehen. Es bringt also nichts, hier etwas reinzuschreiben.

      MfG dusti
    • Re: Les Paul Junior Doublecut Diary

      Re: Les Paul Junior Doublecut Diary

      Tag 1.

      Da wir eine Holzbohle (ca 28x180x4,5cm [BreitexLängexStärke]) haben, wollten wir heute die Bohle schleiffen, aufsägen und verleimen. Aus der Bohle sollen Hals und Korpus gemacht werden. Beim Schleiffen mussten wir feststellen, dass das Holz Fallrisse hat. Das sind Risse im Holz, die enstehen, wenn das Holz umfällt (Fällen, Sturm). Ausserdem hat es verschiedene andere Risse und Fehler (Verfärbungen, harte Stellen, die man nachher in der Gitarre sehen würde etc). Leider konnte man das erst sehen, nachdem wir das Holz geschliffen hatten und nicht schon beim Kauf. Nach einigem Herumüberlegen haben wir das Holz dann eingepackt und sind zum Laden gefahren, wo wir es gekauft hatten. Der Verkäufer war sofort bereit, das Holz zurückzunehmen oder umzutauschen. Da er aber kein vergleichbares Hoz auf Lager hatte und wir auch nicht ganz auf das Holz verzichten konnten, haben wir es dann iweder mitgenommen. Danach haben wir verschiedenen Holzhändler und Schreiner besucht. Das Dumme war nur, dass die Holzhändler zwar Sipo-Mahagonie hatten, aber nur in 5-7 Metern Länge. Das ist für uns natürlich viel zu lang. Die Schreiner hingegen hatten meisstens kein Sipo. Selbst ein Bootsbauer, bei dem wir waren, hatte kein Sipo. Als Alternative wäre noch Maranti (auch ein Mahagonie-Holz) gewesen, das ist aber, im Gegensatz zu Sipo, eher dunkel, Grau, Braun. Sipo ist rötlich-braun und gefällt uns deshalb besser. Wir haben uns jetzt dazu entschlossen, es mit dem Holz, das wir schon haben, zu versuchen. Es wird zwar knapp und wir müssen den Korpus aus verschiedenen (so wie es jetzt aussieht 2-3) Stücken zusammenleimen, aber wenigstens haben wir das Holz und können arbeiten. Wirs müssen um die Fehlerhaften Stellen herumarbeiten, d.h. sie ausschneiden, oder versuchen, das Holz so zusammenzuleimen, dass sie ausserhalb des Korpus liegen.

      Fragen könnt ihr hier stellen.

    • Re: Les Paul Junior Doublecut Diary

      Re: Les Paul Junior Doublecut Diary

      Tag 2.

      Wir haben heute (zum Glück) gemerkt, dass wir den Korpus aus zwei, und nicht drei Teilen, wie wir befürchtet hatten, machen können. Die Leimfuge wird dann in der Mitte des Korpus verlaufen, als in der Verlängerung des Griffbretts. Damit wir morgen die zwei Teile aussägen und verleimen können, haben wir heute das Holz fertig geschliffen.
      Da das Holz recht knapp ist, wurde das Holz für den Hals recht knapp. Im Bericht (G&B) wird davon ausgegangen, dass man ein Holzstück mit den Massen 9x8x75 cm hat. Das Stück muss aber nur so gross sein, da die Kopfplatte in einem Winkel von 17° zum Griffbrett hat. Da wir den Hals aber sowieso aus zwei Stücken zusammenleimen müssten, machen wir den hals nur 4,5cm hoch. An der Kopfplatte setzen wir dann einen Block an. So verbrauchen wir am wenigsten Holz.


      Fragen könnt ihr hier stellen.


      MfG dusti

    • Re: Les Paul Junior Doublecut Diary

      Re: Les Paul Junior Doublecut Diary

      Tag 3.

      Heute sind wir einen riesen Schritt vorwärts gekommen. Wir haben erst die beiden Koprus-Hälften grob mit der Bandsäge ausgesägt, also Überall 2-3cm dazugegeben. Dazu haben wir den Plan der Gitarre, den wir in Originalgrösse haben, geteilt und jeweils auf das Holz geklebt, aus dem wir den Korpus machen wollten. Man sollte darauf achten, dass keine Fehler (starke Verfärbungen, Löcher, Risse etc) in dem Holz sind, das man verwenden möchte. Dann mussten die beiden Seiten, wo wir die Hälften zusammenleimen, hergerichtet werden. Das bedeutet, sie mussten absolut eben und plan sein. Da wir das zweimal machen mussten, hätten sich Fehler addiert. Es leif aber alles super und die beiden Teile haben keinen Schlitz dazwischen gehabt, wenn man sie nebeneinander gelegt hat. Es ist extrem wichtig, dass dort kein Schlitz ist, da sonst, je nach Grösse des Schlitzes, der Schlitz mit Leim zufliesst und so die Hälften nicht gut aneinander haften. Ausserdem ist das unprofessionell:) Dnach wurden die Korpushäften zusammengeleimt. Wie bei allen Klebestellen sollte man nicht zuviel Leim nehmen. Zu wenig darfs aber auch nicht sein, sonst hat man nach dem Leimen trotzdem wieder zwei Hälften. Das Ganze muss richtig schön mit Schraubzwingen eingepackt werden. Nicht nur sollten die zwei Teile zusammengedrückt werden, sonder auch vertikal sollte man etwas Druck geben. Nicht dass aus der Klebefuge (die man nachher im Idealfall weder sieht noch spürt) eine Treppenstufe wird. Dazu einfach über und unter die Gitarre jeweils eine Latte legen, und dann die mit Schraubzwingen festpressen. Bei uns lief das so gut, dass man auf der Rückseite (ohne Papier) die Fuge nicht spürt und fast nicht sieht. Jemand der die Fuge nicht "kennt" wird sie erst nach etwas suchen finden.
      Nach genügender Trockenzeit haben wir die Zwingen entfernt und wieder mit der Bandsäge (die hat nix mit einer Band zutun:) das ist ein Sägeblatt, das wie ein Ring geformt ist und über zwei Räder läuft. An der Stelle, wo man sägen möchte, verläuft das Band natürlich grade) die Form bis an den Strich, der den Korpus darstellt, ausgesägt. Mit genügen Zeit und Geduld kann man das so gut machen, dass man danach nur noch mit Schleifpapier drübergehen muss und gut ist:) Der Vorteil ist dann, dass die Seite wirklich im 90° Winkel ist. Wenn man sich beim Schleiffen dann nicht alzu dumm anstellt, bleibt das dann auch so. Zum Schleiffen ist zu sagen, dass es elektrische Schleiffmaschinen gibt:) Mit denen fährt man einfach über das Holz. Das ist weniger anstregend als per Hand und wird auch gleichmässiger.
      Den Hals haben wir heute auch asugesägt. Wie ich gestern schon beschrieben habe, ist unserer nur 4,5cm hoch. An der Kopfplatte haben wir einen Block angesetzt. Wichtig ist, wenn man einen, doch relativ kleinen, Block ansetzt, dass man darauf achtet, dass sich der Block nicht verschiebt. Das passiert recht schnell, da man die Schraubzwingen praktisch nicht gerade ansetzen kann. Zieht man sie nun an, wollen sie gerade werden und nehmen damit den Block mit. Helfen kann man sich hier wieder, indem man mehrere Zwingen benutzt, die das verrutschen verhindern.
      Morgen werden wir den Korpus fertig Schleifen und anfangen, den Hals zu bearbeiten.

      Fragen könnt ihr hier stellen.

      Fotos werden von mir heute Abend noch eingefügt. Versprochen ;)

      MfG dusti
    • Re: Les Paul Junior Doublecut Diary

      Re: Les Paul Junior Doublecut Diary

      Tag 4.

      Heute haben wir am Hals gearbeitet, sowie am Korpus geschliffen. Den Korpus muss man aussenrum, also die Seiten, schleiffen. Das

      Schwierige dabei ist, den 90° Winkel der Bandsäge nicht abzurunden oder zu zerstören. Also haben wir vorsichtig erst mit einer Feile und dann

      mit Schleifpapier die Seiten bearbeitet. Das Schleifpapier haben wir nicht von Hand geführt, da dass uneben wird, sondern um ein Holzstück

      gewickelt, dann wirds gerade.
      Beim Hals haben wir die Kopfplatte gesägt, d.h., wir haben bei dem Holzstück dort, wo die Kopfplatte hinsoll, einen Schnitt im 17° Winkel

      gemacht. Die Kopfplatte ist 17cm lang. Damit das hinhaut haben wir, wie schon beschrieben, einen Block druntergeleimt. Da man mit der

      Kreissäge nicht so kleine Winkel schneiden kann, haben wir das mit der Bandsäge gemacht. Danach musste die Oberfläche noch etwas

      gehobelt werden. Stimmt soweit alles, kommt die Fräsung für den Trussrod dran. Wir haben ihn so hingelegt, dass er mit der Sattel abschliesst

      (ein Fehler, er soll mit dem Griffbrett abschliessen. Dies ist aber nicht sehr schlimm, man muss dann einfach auch beim Sattel unten eine kleine

      runde Fräsung machen). Dann nimmt man die Oberfräse, nimmt einen Fräskopf, der gleichdick ist wie der Trussrod (bei uns 8mm), stellt die

      Tiefe der Fräsung korrekt ein, also auch wieder so teif wie der Trussrod (bei uns wieder 8mm). Nun muss noch der Seitenanschlag eingestellt

      werden. Das muss die Hälfte des Halsrohlings sein, damit die Fräsung in der Mitte des Rohlings landet. Danach wir d gefräst, aber nur solange,

      wie der Trussrod lang ist, also nicht länger. Zur Kopfplatte kann man beliebeig lang fräsen, die Fräsung wird sowieso durch die Abschrägung

      begrenzt. Dann muss noch, da die Mutter des Trussrods etwas breiter ist (mit Mutter ist das Schraubdings gemeint, nicht seine Mutter :)) die

      Fräsung an der Kopfplatte verbeitert werden. Man nimmt einen grösseren Fräser und stellt die Frästiefe neu ein. Dann wird soweit gefrässt, dass

      man die Mutter noch in Richtung des Korpus schrauben kann, wenn nötig, also wenn man den Trussrod verstellen will.
      Dann haben wir das Griffbrett, das bis jetzt an beiden Seiten noch parallel war, konisch zugesägt. Das ist nötig, da das Griffbrett oben, beim Kopf, schmaler ist als unten beim Hals- Korpus-Übergang. Dazu haben wir die Schnittlinien eingezeichnet. Wir wolten die Schnitte mit der kreissäge machen, da die Schnitte dann schon sehrgrade sind und nur noch etwas geschliffen werden müssen. Da die Schnitte aber etwas schräg sind, mussten wir uns etwas einfallen lassen. Wir haben eine Holzlatte genommen und das Griffbrett so darauf befestigt, dass die zu schneidende Linie parallel zu der Hinteren Kante der Holzlatte war. So konnten wir die Latte einfach am Anschlag entlangführen.

      Zwei Fotos:

      Unsere Halsschneide-Konstruktion

      Trussrodfräsung halbfertig ;D

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      MfG dusti
    • Re: Les Paul Junior Doublecut Diary

      Re: Les Paul Junior Doublecut Diary


      Tag 5.

      Heute haben wir den Kprus geschliffen sowie am Griffbrett eine kleine Mulde geschnitzt, damit die Trussrod-Mutter schön drehen kann. Das ist nötig, da der Trussrod oben ja an das Griffbrett stösst. Die Mutter ist aber grösser und steht oben über das Halsholz hinaus. Deshalb die Mulde. Man kann sie entweder mit der Oberfräse (ist aber etwas Overkill) oder einem Hohleisen machen. Wir haben sie mit dem Hohleisen geschnitzt. Man muss allerdings aufpassen, dass die Mulde genau in der Mitte liegt, da das Griffbrett ja (hoffentlich) gerade aufgeleimt wird.
      Heute haben wir uns ausserdem dazu entschlossen, das Schlagbrett etwas anders zu gestalten, als es normalerweise gemacht wird. Wir wollen keine dumme Plastikplatte, die unser schönes Holz verdeckt. Deshalb kaufen wir uns Holzfurnier, das farblich zu unserem Sipo passt, leimen (je nach Dicke des Furniers) mehrere Funriere aufeinander. Daraus sägen wir dann das Schalgbrett aus und schrauben es dann am Schluss ganz normal fest. Ausserdem haben wir uns Gedanken zu der Kopflatten-Gestaltung gemacht. Normalerweise steht dort ja das Logo des Herstellers. Ich möchte aber keine Schrift auf der Kopfplatte. Deshalb werden wir auch mit Furnier eine Verzierung machen. Was wir genau machen weden, steht noch nicht fest. Eventuell kann man ja auch noch eine kleine Schnitzerei machen. Mal sehen.

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      MfG dusti
    • Re: Les Paul Junior Doublecut Diary

      Re: Les Paul Junior Doublecut Diary


      Tag 6.

      Wir haben die Elektronikfach-Fräsung gemacht. Wir haben in mehreren Schichten gefräst, da eine Oberfräse schnell überfordert ist. Wir haben das Elektronikfach etwas verrutscht, da wir es so schöner finden :). Wir haeb einfach die Masse angezeichnet und dann von Hand, also ohne Vorlage, gefräst. Das ging recht gut, man muss nur etwas Abstand zur Linie haben, nicht drüberfräsen. Man kann nachher immer noch mit dem Stechbeitel nacharbeiten. Danch muss noch etwas geschliffen werden, das kann man machen, indem man um eine Rundfeile ein Schleifpapier legt. Es hält dort fest und verrutscht eigenltich nicht. Wir haben nciht, wie vorgegeben, nur 5mm, sondern ca 1,2cm stehen lassen. 5mm waren vorgegeben, da man ja durch das Holz die Potis (2) stecken und festschrauben muss. Wir lassen aber eben ca 1,2cm und bohren dort, wo die Potis hinkommen mit einem 2cm Bohrer bis auf ca 5mm. So ist das ganze stabiler, die Potis passen aber genauso gut.

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      MfG dusti
    • Re: Les Paul Junior Doublecut Diary

      Re: Les Paul Junior Doublecut Diary

      Tag 7.

      Eine Woche arbeiten wir schon und wir kommen gut vorran. Heute mussten die Kanten des Body-Rohlings dran glauben, d.h., wir haben mit der Oberfräse und einem "Viertel-Stab-Fräser" (sieht aus fast aus wie ein Trichter, er fräst eckige Kanten rund) die Kanten abgerundet. Dazu einfach den Body mit der Zwinge aufm Tisch befestigen und dann fräsen. Etwas schwierig war das an den "Hörnern" der Gitarre, da die Fräse dort extrem wenig/zu wenig Auflagefläche hat. Wir haben das so gelöst, dass wir erst alles Andere gefräst haben und dann neben die Gitarre einen, vom Sägen übrig gebliebenen, Block gelegt haben, der logischerweise gleich hoch war. Danach haben wir die Klinkenbuchsen-Bohrung gemacht. Die ist bei uns 22mm breit und etwas tiefer. Das kann man super mit einem Forstner-Bohrer machen. Aufpassen muss man nur, da die Fläche gebogen ist, man also leicht abrutschen kann. Man kann entweder mit den 22mm direkt bis zum Elektronikfach fräsen, oder eine kleinere Bohrung machen. Da durch den Kanal ja nur 2 Kabel gehen müssen, haben wir einfach einen kleineren Bohrer genommen und durchgebohrt. Da unser Buchsenblech aber etwas stärker gebogen ist als der Body an der Stelle, müssen wir da etwas nacharbeiten, aber das sind abschliessende Arbeiten die wir erst ganz am Schluss machen, da schöne, grade Kanten bei der weiteren Verarbeitung schnell mal etwas abschplittern können.
      Ausserdem haben wir die Halsform an dem, bis jetzt recht eckig aussehenden, Halsrohling angezeichnet. Die wird morgen ausgesägt.

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      MfG dusti
    • Re: Les Paul Junior Doublecut Diary

      Re: Les Paul Junior Doublecut Diary

      Tag 8.

      Gitarrenbauen ist das Grösste! Oder anders: Was machen all die Menschen, die keine Gitarre gebaut haben? Deren Leben ist doch wertlos? ;D ;D ;D
      Heute kam der Hals unter die Säge. Erst haben wir den Hals hinten zurecht gesägt. Also Kopfplatten-dicke angezeichnet, Halsdicke und Halsfussdicke. Überall noch etwas dazugeben (besonders beim Kopf- Hals-Übergang kann man etwas hinzugeben) und ausgesägt. Das kann man mit der Bandsäge machen, die Flächen haben wir danach noch plan geraspelt und geschliffen. Dann haben wir auf die gesägte Rückseite des Halses die Seiten angezeichnet sowie auf der Kopfplatte die Kopfplatten-Form. Die haben wir dann auch als erstes ausgesägt. Die Vorderseite der Kopfplatte haben wir ja schon glatt, deshalb konnten wir den Hals umdrehen und dann die Kopfplatte zurechtsägen. Damit sie richtig aufliegt, haben wir sie abgestützt (siehe Fotos). Gleichzeitig haben wir beim Korpus die schon gefrästen Kanten noch schön geschliffen. Wir haben einen recht grossen Radius genommen, 12mm, aber das liegt trotzdem erstaunlich gut auf dem Bein. Dann haben wir den Hals grade auf den Tisch gelegt und die Seiten abgesägt. Jetzt hatten wir einen Halsrohling, der aber noch recht eckig war. Da viel Holz weg musste, um den Hals rund zu machen, haben wir die Flex genommen und ganz vorsichtig Schicht um Schicht abgetragen. Das ging super, ich hab nur im Eifer des Gefechts auf der (aus Sicht des Spielers) unteren Halsseite etwas viel abgetragen. erst mal war da natürlich ein grosses Dilemma. Hm, ankleben ging ja auch nicht, also den ganzen Hals dünner machen? Erst mal haben wir gross rumgeredet, was wir machen sollten. Dann hab ich den Hals mal in die Hand genommen und gemerkt, das mir diese asymmetrische Form recht gut gefällt. Sie ermöglicht es gut, z.B. beim A-moll oder -Dur die E-Saite gut mit dem Daumen abzudämfen. Aber auch normale Griffe gehen noch super und auch die Haltung beim Single-note-Spiel ist sehr angenehmen. Der Hals wird also vorraussichtlich asymmetrisch bleiben. Dann haben wir noch mit dem Stechbeitel beim Kopf- Hals-Übergang alles schön abgerundet. Der Hals sah jetzt schon richtig super aus.

      Wir haben auch das Griffbrett zurecht gesägt. Am Sattel musste etwas abgesägt werden, genauso unten, zum Body hin.

      Ein kleines Resumé nach 8 Tagen.

      Ich würde das Projekt jederzeit wieder beginnen. Ich kann nur JEDEM, der daran denkt, eine E-Gitarre zu bauen, dazu raten, es zu machen. Etwas Erfahrung mit Holz, etwas Konzentration, Mut und Wissen (!) kann jeder eine Supertolle Zeit haben. Wenn man das nicht selber gemacht hat, kann man gar nicht verstehen, was ganz kleine, abgeschlossenen Arbeiten bei einem auslösen können. Eine fertig gebohrte Klinkenbuchsenbohrung und man vergisst alles andere ;D So a la: "Ich brauch keine Drogen, ich bastle ne E-Gitarre selber" 8) Es ist einfach nur geil, wie aus einem Stück Holz ein Instrument, mein Instrument entsteht.

      Wir haben jeden Tag, auch Sonntags gearbeitet. So ca 5-7 Stunden pro Tag. Für das gesamte Projekt stehen uns leider nur 3 Wochen zur Verügung, aber das schaffen wir. Habe ich schon erwähnt, das wir auch einen Koffer für die Gitarre bauen wollen/müssen? Ich mach hier nur Ferien und muss deshalb nachher wieder zurück fliegen. Dafür brauch ich eine Koffer. Kaufen war mir zu teuer (>100€), also bauen wir den auch selber. Wir haben schon super Ideen.

      Ein paar Fotos:

      Sägen der Halsrückseite

      Sägen der Kopfplatten-Form, rechts im Bild unsere Halsstütze

      Hals-Kopf-Übergang

      Soon on MTV and Viva ;D Korpus und Hals im Praxistest (keine Kommentare zur Kleidung, die ist funktional 8))

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      MfG dusti
    • Re: Les Paul Junior Doublecut Diary

      Re: Les Paul Junior Doublecut Diary

      Tag 9.

      Wir haben heute mal wieder am Korpus geschliffen. Aber auch an der Kopfplatte haben wir gearbeitet. Ich hab die Seiten der Kopfplatte mit einer Feile schön gefeilt. Sie sieht jetzt schon aus wie eine richtige Kopfplatte. Den Hals, den ich gestern noch etwas dick gelassen habe, habe ich heute wieder mit der Flex bearbeitet. Ich hab dazu 120. Schleifpapier genommen. Das geht super, da nimmt man nicht zuviel und nicht zu wenig weg. achten muss man allerdings, dass man beim Hals- Kopf-Übergang nicht zuviel wegnimmt. Da bleibt ja in der Mitte noch eine Verstärkung. Das kann man aber wie gesagt sehr gut mit dem Stechbeitel machen. Man muss nur darauf achten, dass die Kopfplatte überall am Rand gleichdick ist.
      Dann haben wir das Griffbrett aufgeleimt. Davor hatten wir etwas Respekt, da ersten das Griffbrett gerade aufgeleimt werden sollte, und auch sonst alles stimmen sollte ;D In G&B wird das Grifbrett mit duch die Bundschlitze gesteckten Nägeln befestigt. Die Lösung hat uns aber nicht so gut gefallen. Wir haben lange nach anderen Möglichkeiten gesucht und am Schluss auch eine gefunden: Wir haben 2 Halterungen für das Griffbrett gebastelt, für jede Seite eine (siehe Fotos). Wir haben das Grifbrett ausgerichtet, mit 2 Zwingen befestigt, die Halterungen angelegt und auch diese mit jeweils einer Zwinge befestigt. Nun kann man das Griffbrett wieder abnehmen. Trussrod reingelegt (unbedingt auf die richtige Lage achten!!!), wir haben noch über den Trussrod ein Stück papier gelegt, damit der nicht zuviel Leim abbekommt, und dann auch das Griffbrett eingeleimt. Auch hier kann/sollte man die Stelle, an der der Trussrod liegt verschonen. Damit so wenig Leim wie möglich am Trusssrod haftet, haben wir ihn eingewachst. Nach dem einleimen kommten wir das Griffbrett ganz einfach in die Halterungen einsetzten. Es lag perfekt. Wir haben usn vorher noch 2 Holzlatten gemacht, die gering schräg waren. So wurde der Radius des Griffbrett ausgeglichen. Also Griffbrett in die Halterungen gelegt, die zwei Latten darauf und alles gut mit Zwingen befestigt! Das hält bombenfest. Morgen werden wir dann die Zwingen wieder lösen und das Halsprofil und die Kopfplatte weiter bearbeiten.

      Fotos:

      Unsere Griffbretthalterung am Kopfende mit Trussrod

      Die Kofplatte

      Das Griffbrett beim Verleimen, oben die Hilfslatten, darunter Griffbrett, Hals und eine Holzlatte, damit die Zwingen nicht direkt auf dem Holz liegen

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      MfG dusti
    • Re: Les Paul Junior Doublecut Diary

      Re: Les Paul Junior Doublecut Diary

      Tag 10.

      Heute wars spannend. Ich hab den Hals weiter mit der Flex bearbeitet. Ich hatte ja schon die Breite des Halses angezeichnet. Den dünnen Strich konnte man aber sehr schlecht sehen. Deshalb haben wir entlang der Striche ein Klebeband geklebt. Dann haben wir mit feinem Papier die Halsbreite soweit verringert, dass sie mit dem Klebeband übereinstimmt. Man kann noch ca 1/2 - 1/4 mm stehen lassen, da der Hals ja noch von Hand bearbeitet werden soll. Wir dachten erst, dass ich die Flex so halte, dass sie auf den hals zudreht, aber andersrum gehts besser. Wenn sie vom Hals wegdreht, wird die Fläche schöner und gleichmässiger. Weggebrochen oder abgesplittert ist nichts.
      Parallel dazu haben wir die Halstasche gefräst. Wir haben sie überall rechtwinklig gemacht, wir winkeln den Hals ab. Damit der Leim beim Einsetzen des Halses nicht wieder abgeschmiert wird (da die Wände ja parallel sind) haben wir eine Seite abgeschrägt, also aussen ca 2-3mm dazugegeben. So können wir den Hals an die andere Seite anpassen, bzw mit der anderen Seite so ausrichten, dass alles stimmt, also die ganzen Winkel richtig sind. Der Hals soll ja schon in der Mittelachse liegen und nicht schräg dazu. Wir haben wieder einmal etwas Holz stehen gelassen und dann nach dem Fräsen mit dem Stechbeitel entfernt. So kann man sehr gute Ergebnisse erzielen.
      Danach haben wir noch die Bohrungen für die Stab-Side-Dots (die weissen Punkte an der Griffbrettseite) gemacht. Das ging mit dem Standbohrer super. Ich hab nur einen Fehler gemacht: Da die Seite ja nicht parallel zum Boden lag (das Griffbrett verjüngt sich ja zum Sattel hin) habe ich am Bohrer mit einem Klebeband die Tiefe, ca 3-4mm, "angeklebt". Das Problem war nur, dass sich dieser Streifen beim Bohren verschoben hat. Das habe ich erst gemerkt, als es schon zu spät war. Es ist nicht viel passiert, einfach 3 Bohrungen sind etwas zutief. Die restlichen Bohrungen habe ich dann nach Augenmass gemacht. Die Dots hätte ich auch schon eingeklebt, wenn nur nicht der Kleber schon eingetrocknet gewesen wäre ;D Also wurde das auf Morgen verschoben.

      Fotos:

      Die Halstasche, unbearbeitet

      Das Flexen der Halsbreite

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      MfG dusti
    • Re: Les Paul Junior Doublecut Diary

      Re: Les Paul Junior Doublecut Diary

      Tag 11.

      Wir haben weiter die Halstasche mit dem Stechbeitel bearbeitet. Die Seiten sind jetzt schön plan und im rechten Winkel zueinander. Es ist also alles bereit fürs Verleimen. Dann haben wir die Stab-Side-Dots, mit denen wir ja schon gestern angefangen hatten, eingeleimt. Ich hab an die Spitze des Stabes einen Tropfen Kleber gemacht, den Stab leicht ins Loch hineingedrückt und dann vorsichtig mit dem Hammer draufgehauen. So geht der Stab bis zum Ende des Loches rein. Dann hab ich mit einem Seitenschneider den Stab ca 1-2mm über dem Holz abgezwackt. Den Rest hab ich mit einem sehr feinen Schleifpapier runtergeschliffen. Danach hab ich mich mit einer groben Feile bewaffnet an den Hals gemacht. Ich hab versucht immer über die gesammte Länge des Halses zu arbeiten, so wird er nicht plötzlich an einer Stelle ganz dünn und man kanns dann nicht mehr ausgleichen. Wie gesagt, ich hab ihn sehr ergonomisch gemacht. Er ist unten (aus Sicht des Spielers) sehr weit hineingedrückt. Das passt sich super der Hand an! Oben hab ich ihn "normal" gemacht, damit ich den Daumen drauflegen kann. Dann hab ich noch mit Feile und Schleifpapier den Hals Korpus-Übergang schön dem neuen Halsprofil angepasst. Es ist gar nicht so leicht, die Übergänge schön fliessend zu gestalten, also ohne Ecken oder Kanten.


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      MfG dusti
    • Re: Les Paul Junior Doublecut Diary

      Re: Les Paul Junior Doublecut Diary

      Tag 12.


      Wir haben heute den Hals weiter bearbeitet. Dabei habe ich gemerkt, dass die Kopfplatte noch zu dick war (die Mechaniken schreiben die Maximaldicke vor - 15mm). Die haben wir dann mit dem Bandschleifer auf 15mm heruntergeschliffen. Danach musste ich aber wieder den Hals-Kopf-Übergang neu machen, da der nicht mehr schön war. Ausserdem haben wir den Halsfuss, der bis jetzt einfach nur ein Holzblock war, etwas zugeschnitten. Morgen werden wir ihn dann genau an die Halstasche anpassen. Dazu haben wir festgelegt, wo der Hals-Korpus-Übergang sein soll. Wir haben ihn so gemacht, dass das Ende des Griffbretts nicht aussen am Koprus ist, sondern beim Beginn der Rundung. Die Halstasche ist 7cm lang, wir haben einfach 1cm dazugegeben und abgeschnitten. Wir machen den Halswinkel ja am Hals und nicht an der Halstasche. Dann habe ich noch mit immer feinerem Schleifpapier den Hals bearbeitet. Immer wenn das Holz nicht mehr mehlig, sondern schön klar zu sehen ist, kann man zur nächsten Körnung übergehen.
      Dann haben wir das Holzfurnier für die Schlagplatte geleimt. Was ich gestern vergessen habe ist: Wir haben selber "Furnier"
      hergestellt, indem wir mit der Kreissäge feine Streifen Mahagonie abgesägt haben. So ca 1mm dick. Davon haben wir 3 Streifen übereinander geleimt. Das soll die Elektronikfach-Abdeckung geben. Heute haben wir dann die Form aus dem so hergestellten Sperrholz ausgesägt und geschilffen. Den Deckel haben wir dann auf den Korpus und über die bestehende Elektronikfach-Fräsung gelegt und angezeichnet. Dann haben wir wieder mit der Oberfräse den Rand, auf dem der Deckel aufliegt, gefräst. Wir müssen unseren Deckel noch nachschleifen, da er auf der einen Seite noch dicker ist als auf der Anderen. Natürlich haben wir hier noch besonders auf die Maserung aufgepasst. Der Deckel sieht wirklich super aus, viel besser als die ganzen Plastik-Deckel! Plastik würde zu unserer Gitarre auch gar ncht passen, da wir nirgendwo Plastik verarbeitet haben. Ausnahmen bestätigen die Regel: Die p90-Dogear Kappe ist schon aus Plastik. Das ist aber wirklich das einzige Teil aus Plastik. Ich überleg mir, ob ich mir noch aus Holz in paar Pleks machen soll :P
      Morgen werden wir den Halsfuss der Halstasche anpassen, den Hals weiter schleifen und ihn eventuell sogar schon einleimen.

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      MfG dusti
    • Re: Les Paul Junior Doublecut Diary

      Re: Les Paul Junior Doublecut Diary

      Tag 13.

      Heute haben wir an der Elektronik-Fräsung weiter gearbeitet. Wir hatten ja das restliche Holz ca 1cm stehen lassen. Ein Poti kann aber nur in max. 5mm dicke Platten eingebaut werden. Wir haben erst mit einem 10mm Bohrer die Bohrungen gemacht. Wenn man Holz unterlegt, reissen die Bohrungen nicht aus. Danach haben wir mit der Oberfräse die Fräsungen gemacht, die für den Einbau der Potis nötig sind. Diese Konstruktion hat den Vorteil, dass sie stabiler ist, als wenn man die Vorderseite der Elektronik-Fräsung nur 5mm dick lässt. nebenher haben wir am Hals weiter geschliffen. Wir haben gemerkt, dass wir ja noch gar keine Bohrungen für die Mechaniken haben, also haben wir die auch kurz gebohrt. Das ging eigentlich ganz gut, wenn man mal davon absieht, dass die Bohrungen, die schon in der Hals-Kopfplatten-Verstärkung liegen, etwas ausgerissen sind. Die kann man schlecht unterlegen, da die Unterseite nicht grade ist. Es macht aber nichts, wenn sie ausreissen, da die Kopfplatte an der Stelle sowieso dicker ist als 1,5cm (das ist die max. Dicke für die Mechaniken). Also mussten wir mit dem Stechbeitel die Form der Mechaniken etwas aus dem Holz Herausarbeiten, damit sie versenkt werden können.
      Dann haben wir noch den Halsfuss weiter bearbeitet. Die zwei äusseren Seiten sind schon fertig. Die erste haben wir einfach mit der Kreissäge abgesägt, die zweite ist aber schräg. So drückt es uns den Leim nicht direkt wieder heraus, wenn wir den Hals in die Halstasche einleimen wollen. auch die schräge seite haben wir mit der Kreissäge geschnitten. Wir haben ca 1,5mm neben dem Strich gesägt, den Rest haben wir weggehobelt. So konnten wir die seiten schön der Halstasche anpassen.
      Wir haben auch die PU-Fräsung gemacht. Dazu haben wir die Form des p90 aufgezeichnet. Aber nur die des eigentlichen PUs, also ohne die Kappe und besonders ohne Ohren! Das haben wir da ausgefräst. Wir mussten noch für die Schrauben und das Kabel in der Mitte der Fräsung einen Kanal fräsen, eben damit die Schrauben und das Kabel Platz haben. Dieser Kanal ist "L"-förmig, der kleine Balken läuft so, dass er dem Elektronikfach möglichst nah ist. Der lange balken läuft quer zur Mittellinie der Gitarre. Nun haben wir einen 25cm langen Bohrer genommen und die PU-Fräsung mit dem Elektronikfach verbunden. Wir haben vom kurzen Balken des "L" zum Elektronifach gebohrt. So konnten wir den Bohrer flacher halten als andersrum. Trotzdem wäre die Bohrung fast falsch herausgekommen, es fehlen nur 2-3mm und sie wäre in dem Grad, den wir für den Deckel des Elektronikfachs gemacht haben, herausgekommen. Dabei haben wir den Bohrer schon so flach gehalten wie nur möglich. Aber zum Glück ist er nicht auf der Vorderseite der Gitarre herausgekommen, das sähe nicht sehr gut aus :)
      Ich habe schon angefangen, die recht einfach Elektronik zusammen zu löten. Sie besteht aus 2 Potis (Volume, Tone), einem Widerstand und einigen Kabel. Alles also recht einfach. Ich bin aber nicht ganz fertig geworden, bzw konnte nicht fertig löten, da ich ja z.B. den PU noch nicht an die Potis löten konnte, da die später in der Gitarre ja nur durch einen kleinen Kanal verbunden sind. Da hätte ich die Schlatung wieder auseinander löten müssen.

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      MfG dusti
    • Re: Les Paul Junior Doublecut Diary

      Re: Les Paul Junior Doublecut Diary

      Tag 14.

      Heute haben wir angefangen, den Hals an die vorhandene Halstasche anzupassen. Das ist gar nicht so einfach, wie man meint. Es muss alles stimmen. Also immer eine kleine Änderung und dann iweder schauen, ob alles passt. Unbedingt darauf achten, das nichts schräg ist! Das Dumme ist nur, es kann immer nur einer arbeiten. Am Hals wird gearbeitet und den Korpus braucht man, um zu sehen, ob alles passt. Der Andere kann also nur kleine Arbeiten machen, wie z.B. die Poti-Drehachsen zu kürzen (Extrem wichtig er Job!!! :) ). Deshalb sind wir heute auch nicht ganz fertig geworden.
      Wir haben Heute gemerkt, dass wir die Mechanik-Bohrungen nicht wirklich schön gemacht haben, d.h. wir haben nicht darauf geachtet, ob die G-Saite an der zweiten Mechanik gut vorbeilaufen kann. Wir haben einfach angenommen, dass da alles stimmt. Klar, prompt hats nicht gestimmt. Die G-Saiten-Mechanik war zuweit aussen. Die Saite hat also die zweite Mechanik gestreift. Das ist gar nicht gut, da die Saite beim Stimmen dort festhängen und dann beim Spielen nachrutschen kann. Also haben wir eine Feile genommen und die Bohrungen erweitert. Sie sind jetzt oval, aber da sie ja sowieso festgeschraubt werden, macht das nichts.
      Morgen werden wir den Hals zum Bundieren geben. Zum Glück hat sich (aufgrund eines anderen Threads hier) jemand gemeldet, der das macht. Danke vielmals!!! Während den zwei Tagen, in denen wir den Hals nicht haben, werden wir den Korpus weiter schleifen und mit dem Koffer beginnen. Wir haben schon tolle Ideen, mal sehen, wies wird.

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      MfG dusti
    • Re: Les Paul Junior Doublecut Diary

      Re: Les Paul Junior Doublecut Diary

      Tag 15.

      Heute haben wir sehr wenig gearbeitet. Erst haben wir das Griffbrett mit 400. Schleifpapier gschliffen, damit alle Bleistift-Striche verschwinden sollten. Dann haben wir mit immer feinerem Papier, bis zu 400., die Seiten des Griffbrett geschliffen. Das haben wir gemacht, da wir heute den Hals zum Bundieren weggeben haben. Nach dem Bundieren kann man ja schlecht die Seiten des Griffbretts nachschleifen. Und dann haben wirs weggebracht und feierabend gemacht

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    • Re: Les Paul Junior Doublecut Diary

      Re: Les Paul Junior Doublecut Diary

      Tag 16.

      Heute haben wir (da wir keinen Hals haben - er ist beim Bundieren), am Koffer gearbeitet. Erst haben wir das Holz gekauft. Wir brauchen einen Deckel und einen Boden. Wir haben die Form der Gitarre abgezeichnet, am Rand heweils 3,5cm dazugegeben und diese Form dann 2x nebeneinander gelegt. Dann haben wir überall noch etwas Sicherheitsabstand hinzugefügt. Die 3,5mm sind wegen der Konstruktion unabdingbar. Wir haben ja den Deckel und den Boden. In Beide fräsen wir, ca 1cm vom Rand entfernt, eine Rille ganz um die Form herrum. Dort leimen wir dann eine 4mm dicke Spanplatte ein. Wir haben sie quer zur Faser schneiden lassen (Die Faser läuft senkrecht, wenn die Platte waagrecht vor euch liegt). So lässt sie sich besser biegen. Die Spanplatte leimen wir dann in die Fuge ein. Dann machen wir noch Halterungen für die Gitarre. Die machen wir aus 21mm dickes Holz. Sie werden wir ein eckiges "C" aussehen, wenn die Gitarre von Rechts eingesteckt wir. Logischerweise geht dieses "C" nur an max. 2 Punkten, da man die Gitarre sonst durch das Holz stecken müssen. Deshalb haben wir auch andere Halterungen, die wie "L"s aussehen. Von Oben werden sie dann von einem Stück Holz gehalten, dass an dem Deckel befestigt ist. Wie wir den Deckel genau befestigen, wissen wir noch nicht so genau.
      Heute haben wir also Deckel und Boden ausgesägt und mit der Flex die Ränder bearbeitet. Sowas geht mit der Flex immer recht gut. Besser als das alles von Hand zu machen.
      Morgen werden wir den Hals wieder abholen. Dan können wir den Hals einleimen und die ersten Töne spielen. Ich glaub, als erstes spiel ich ein e auf der E-Saite 8) Danach kommt ein E-Dur Akkord, weil: "E-Dur rules!!!" ;D

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      MfG dusti
    • Re: Les Paul Junior Doublecut Diary

      Re: Les Paul Junior Doublecut Diary

      Tag 17.

      Gestern hab ich nichts geschrieben, da ich keine Zeit hatte, sry. Wir haben aber die Rille für die Seite des Koffers gefräst. Dazu haben wir an die Oberfräse ein kleines Dreieck aus Holz mit eiern kleinen Zwinge befestigt. Mit dem Holzstück konnten wir dann aussen am Holz entlangfahren und die Rille hatte immer den gleichen Abstand zum Rand. Den Deckel haben wir nicht gefräst, da wir die Halter, die die Gitarre halten, so machen wollen, dass sie durch den Deckel durchstossen. Wir machen also an den Stellen, wo die Halter sind, ein Loch in den Deckel. Dort kommen dann die Halterungen heraus.
      Ausserdem haben wir heute den Hals vom Bundieren abgeholt. Danke nochmal an Löhni, er hat das gemacht. Ich bin zwar kein Profi, aber die Arbeit sieht sauber und gut gemacht aus. Es ging wesendlich schneller als in einem Gitarrenladen. Dort gehts meisstens so eine Woche. Solange hatte Löhni mir zwar auch gesagt, aber als ich schrieb, ich bräuche den Hals schneller, hat er mit sich verhandeln lassen und hat gegen einen Obolus den Hals innerhalb von 2 Tagen bundiert. Zusammen mit dem Obolus war die Arbeit immer noch wesendlich günstiger als im Laden.
      Danach haben wir die Zeit genutzt und da wir in Hamburg waren, sind wir so ca um 1 Zuhause gewesen. Da hatte ich wenig Lust, noch etwas zu schreiben

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      MfG dusti