Bass Amuser - Störgeräusch

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    • Bass Amuser - Störgeräusch

      Hallo liebe Forumgemeinde,

      wie die Überschrift schon vermuten lässt, habe ich ein Problem mit dem Bass Amuser. Im Betrieb ist ständig ein Störgeräusch zu hören. Die Lautstärke des Geräusch nimmt mit Aktivierung des Gain-Switch deutlich zu. Funktion ist sonst tadellos. Das Geräusch habe ich mal aufgenommen. Über nachstehenden Link kann die Aufnahme angehört werden: dropbox.com/s/hyok7ztsivsu83k/…r_stoergeraeusch.mp3?dl=0

      Als Netzteil nutze ich das Voltcraft NPS-65.

      Kann mir vielleicht jemand einen Tipp geben, wie ich das Geräusch los werde?

      Viele Grüße
      andrej
    • Hi,
      Vielleicht noch folgendes: Ich habe mal die Erfahrung gemacht, dass ein Schaltregler unterfordert war durch zu geringe Stromabnahme. Er hat dann immer wieder ganz abgeschaltet und das hat hörbare Störungen verursacht. Auch Dein Netzteil ist ziemlich gross und wohl nur zu 1/10 ausgelastet....

      Habe jetzt mal die Schaltung angeschaut. Im Prinzip ist da ja schon einiges an Siebung da, insbesondere mit T1. Allerdings kann der nur eine kleine Verlustleistung. Ich würde folgendes vorschlagen zu verändern:
      1. Den Eingang von dem 7812 umlegen statt von c21 von c19, sodass der Heizstrom nicht mehr durch T1 fließt zu dessen Entlastung.
      2. R28 ersetzen durch 1k und zu c20 parallel einen R 6,8k. Dieser soll zusammen mit r28neu einen Spannungsteiler bilden, der die Spannung an c20 auf ca. 17V einstellt bei Eingangsspannung 20V. Durch diese Änderungen wird einerseits das RC Filter mächtiger und andererseits erhält T1 mehr Regelmöglichkeit.
      Eine Oszi Messung würde natürlich Klarheit bringen, ob es überhaupt eine Störung auf der Versorgungsspannung ist.
      Gruß Christof
      =O Achtung: Bei Röhrenamps liegen LEBENSGEFÄHRLICHE Spannungen an. =O
      Bevor an einem Gerät gearbeitet wird muss es spannungsfrei gemacht werden und das muss auch überprüft werden. Jeder ist für seine Sicherheit selbst verantwortlich!
    • Hi,
      Wenn Du das Brummfilter ganz am Anfang des Threads dort meinst, dann schau Dir mal die Schaltung um T1 an. Das ist genau dieser Filter nur dass der R28 relativ klein ist.
      Gruß Christof
      =O Achtung: Bei Röhrenamps liegen LEBENSGEFÄHRLICHE Spannungen an. =O
      Bevor an einem Gerät gearbeitet wird muss es spannungsfrei gemacht werden und das muss auch überprüft werden. Jeder ist für seine Sicherheit selbst verantwortlich!
    • popeye schrieb:



      Trotzdem...was könnt ihr für ein Netzteil empfehlen? Im Original-Bau-Thread vom Musiker-Board wird ein Laptop-Schaltnetzteil empfohlen.
      Die liefern zwar viel Strom bei kleiner Größe, machen aber am meisten Ärger.
      Netzteile mit Trafo sind meist die bessere Wahl. Welches genau hängt davon ab, was du sonst noch an Effekten hast.
    • Hi,
      Schade und verblüffend, dass es gar nichts gebracht hat. Du hast die Schaltung schon in einem Metallgehäuse eingebaut?
      Sicherheitshalber könntest Du noch die Spannungen an den 3 Pins B C E des T1 gegen Masse messen um auszuschließen, dass dieser defekt ist.
      Wenn er ok ist, dann denke ich nicht, dass die Störung über die Versorgung kommt. Sie stammt aber wahrscheinlich trotzdem vom Netzteil, sodass Du mit einem Wechsel dort wahrscheinlich weiterkommst.
      Gruß Christof
      =O Achtung: Bei Röhrenamps liegen LEBENSGEFÄHRLICHE Spannungen an. =O
      Bevor an einem Gerät gearbeitet wird muss es spannungsfrei gemacht werden und das muss auch überprüft werden. Jeder ist für seine Sicherheit selbst verantwortlich!
    • Hi Uwe,
      Da gibt es offensichtlich große Unterschiede zwischen verschiedenen Netzteilen. Ich habe von Voltcraft auch welche (kleiner), die sich nicht für Audio eignen, aber für anderes und kostengünstig waren....
      Gruß Christof
      =O Achtung: Bei Röhrenamps liegen LEBENSGEFÄHRLICHE Spannungen an. =O
      Bevor an einem Gerät gearbeitet wird muss es spannungsfrei gemacht werden und das muss auch überprüft werden. Jeder ist für seine Sicherheit selbst verantwortlich!
    • Letztlich raten wir nur. Die Empfehlung, zunächst ein anderes Netzteil zu probieren, um die Fehlerquelle einzugrenzen, wurde nicht befolgt. Es gibt keine Messwerte, keine Bilder vom Aufbau, keinen Link zum Schaltplan, keine systematische Fehlersuche, wie sie im Forum mehrfach gut beschrieben ist. Das ist sowieso der Moment, an dem ich normalerweise etwas einsilbig werde...
    • ... und ich meinen ersten und einzigen Beitrag zum Thema abliefere:

      Der Fragesteller hat ja im 1. Beitrag schon das verwendete Netzteil angegeben. Wenn man in dessen Originaldatenblatt schaut, erkennt man, daß es...
      1. bei 65 W Gesamtleistung und der Baugröße ein Schaltnetzteil sein muß
      2. Vornehmlich für den Gebrauch von Digitalgeräten - aber nicht analogen Audiogeräten - gedacht ist.

      Aus beiden Erkenntnissen folgt, daß es wahrscheinlich eine relativ hohe Störspannung hat, die bei Digitalgeräten kaum eine Rolle spielt, weil die eh Filter und Wandler an Bord haben, die es aber für Audiogeräte untauglich macht.
      Auch das Fehlen dieser Störspannungangabe im Datenblatt ist ein weiteres Indiz dafür.

      Deshalb lautet der - bereits früh erteilte - Rat weiterhin: Tausche das Netzteil zum Test gegen ein konventionelles (d. h. Nicht-Schaltntzteil) und höre noch mal hin.
      Und noch was: Das Unterdrücken hochfrequenter Störungen im Audiobereich (wir haben es hier nicht mit normalen 50/100 Hz-Brummstörungen zu tun) erfordert mehr Kenntnisse als irgendwelche L/C/R-Kombinationen zusammenzukloppen.

      Gruß, Bernd
    • Hallo zusammen,

      erstmal möchte ich euch allen für eure Tips, Rat- und Vorschläge danken! Außerdem bitte ich euch um Verzeihung dafür, dass ich meine "Hausaufgaben" nicht komplett gemacht habe. Ich reiche Schalt-, Bestückungsplan (nebst Quellenangabe), Fotos vom Aufbau (mit/ohne Änderung) und Audiofiles (mit/ohne Änderung mit unterschiedlichen Netzteilen) nach. Wird wahrscheinlich aber erst morgen Abend.

      Viele Grüße
      andrej
    • Hi,
      da uns eBernd so ins Gewissen geredet hat ;-), wollte ich mal wissen, was ein SCHLECHTES Schaltnetzteil so rausspukt. Wohlgemerkt: es ist das schlechteste, das ich habe, und ich habe dagegen inzwischen einige schöne moderne Effekte, die völlig geräuschlos mit ihrem mitgelieferten Schaltnetzteil laufen.
      Das Netzteil heißt SNG-1200sp von McVoice (!) und kann bei umschaltbaren 3...12V 1200mA liefern.
      Die beiden Bilder beziehen sich auf 6V Ausgangsspannung mit einem Lastwiderstand von 25 Ohm, d.h. Teillast mit Strom 240mA. Die Verdrahtung war fliegend mit Käbelchen, die Krokodilklemmen haben, das ganze scheint auch prima als Antenne zu funktionieren, die unten gezeigten Signale sind aber weg, wenn man den Stecker zieht.

      Im ersten Bild sieht man oben den Zeitverlauf und unten eine zeitliche Vergrößerung davon, wo man wohl den Schalttakt 213kHz sieht und Vpp von stattlichen 222mV.
      Im Bildtteil oben sieht man das hörbare Problem, dass der Regler (bei dieser Last) irgendwie abschnittsweise arbeitet mit einer Wiederholrate der Abschnitte von 100Hz.

      Bild


      Im zweiten Bild wurde nun ein RC-Filter, bestehend aus einem R=10 Ohm und einem C=1000µF (Elko, 25V) davor gehängt.


      Die Filterung hat demnach ca. eine Halbierung der Amplitude gebracht, das ist um Welten weniger als der rechnerische Ersatzwiderstand XC= 7,5E-4 Ohm des C bei 200kHz erwarten lässt. (Die eigentliche Schwingungsfrequenz ist ja nochmal deutlich höher.) Ein Folienkondensator mit 3,3µF bringt zusammen mit dem R=10 Ohm Vpp=136mV.

      Mit einem Radio kann man das Schaltnetzteil auf 3,125MHz als Rauschen empfangen.

      Ein altmodisches Stecker-Netzteil von Vivanco mit stufenlos einstellbaren 1,5...12V und 300mA max. mit geregelter Ausgangsspannung zeigt im gleichen Aufbau Vpp= 20mV und ab und zu eine hochfrequente Einstreuung.

      Fazit: Die Störung DIESES o.g. Schaltnetzteils ist recht hartnäckig und läßt sich wirklich nicht gut bekämpfen, habt Recht, Bernd und Immo. Die hohe Frequenz scheint sozusagen als Trägerfrequenz für die niederfrequente Störung zu wirken.

      Nachtrag: Mit der SuperCapacitor- Schaltung auch noch probiert: Das Netzteil ist mit - an Masse und + am Kollektor und außerdem via 1k an der Basis eines BD137 angeschlossen. An der Basis hängt außerdem noch der Elko 1000µF nach Masse. Am Emitter die Last nach Masse. Die Spannung dort statt 6,3V nun 5,7V. Vpp damit an der Last 40mV.

      Aber da es ja durchaus auch für Audio brauchbare Schalt- Netzteile gibt, eine abschließende Frage: Was müsste denn im Datenblatt stehen, dass es einen Versuch wert wäre?

      Gruß Christof
      =O Achtung: Bei Röhrenamps liegen LEBENSGEFÄHRLICHE Spannungen an. =O
      Bevor an einem Gerät gearbeitet wird muss es spannungsfrei gemacht werden und das muss auch überprüft werden. Jeder ist für seine Sicherheit selbst verantwortlich!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von cebersp () aus folgendem Grund: Zusätzliche Messung

    • Hallo,

      die Angabe der Störspannung ist so problematisch wie die Angabe von Diesel-Abgaswerten im AUtoprospekt ;)
      Wenn man Glück hat, findet man eine Angabe in mVpp (i. d. R. zweistellig) - aber bei wieviel % der Volllast gemessen (Die Schaltfrequenz liegt im unhörbaren Bereich, aber die Regelschwingungen meist im Hörbereich - wie du selbst ja schon nachgewiesen hast) und in welchem f-Spektrumsbereich (was kriegt das FX noch selbst gefiltert und was nicht?) das steht da nicht.
      Wenn man Glück hat, findet man bei hochwertigen SNT vielleicht die Angabe, dass es für Audiogeräte geeignet ist.

      Was oft das Problem ist: Das SNT, das man hat, "kann" richtig was (2 A und mehr), die angeschlossenen Analog!-Effekte erreichen oft gerade mal die 100 mA und das führt u. U. zu mehr - hörbarer - Regelei als im Volllastbereich.
      Dann haben die SNT auch oft keinen Schutzleiter (PE) - wozu auch, wenn's als DC-Kleinspannung weitergeht, aber der PE wäre gut geeignet für eine wirksame Entstörung im SNT oder auch für eine beruhigte 0 V-GND-Ausgangsleitung (wenn das 230 V-Netz nicht schon vereucht ist).

      Vielleicht lohnt sich ein Sammeltread "Getestete SNTs" als Positiv- und Negativ-Liste mit Beschreibung der Anordnung, der Stromentnahme und des (Hör-)Ergebnisses?

      Gruß, Bernd