Laney VH100R merkwürdiges Brummproblem?

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    • Laney VH100R merkwürdiges Brummproblem?

      Liebes Forum,

      ich habe mir einen Laney VH100R für zu Hause gebraucht gekauft, da ich im Proberaum genötigt wurde, einen einzusetzen und den echt klasse fand. Der gilt ja als eher noisy, was ich bisher nicht fand. Leider stimmt das für meinen nicht, der zeigt ein ganz merkwürdiges Verhalten:
      - Channel 1 (clean channel) ohne Drive Stufe (und nur der) hat ein deutliches sehr reines 100Hz Brummen, das mit Lautstärkeregelung zunimmt. Schaltet man die Drive Stufe zu, geht das auf ein normales Brumm-Level zurück, dann sowie der ganze restliche Amp zeigt ein relativ normales, eher lautes lautstärkeabhängiges Brummen aus 50 und 100Hz sowie Rauschtönen.
      - Channel 2 (lead channel) mit Drive (und nur der) erzeugt das selbe klare 100Hz Brummen, wenn man kein Instrumentenkabel einsteckt. Ist eins drin, wird wieder alles normal.

      Der Laney ist von 2006, vom Vorbesitzer weiss ich, dass der Amp viele Jahre sehr laut gespielt wurde. Auf den ersten Blick konnte ich keine Kabelbrüche oder wackeligen Lötstellen entdecken, rumgebastelt wurde auch nichts, ich war vmtl. der erste, der den Amp geöffnet hat. Das Problem ist auf den Preamp reduziert, schleife ich ein Signal direkt in die Leistungsstufe ein, ist der Amp sehr leise. Eine Ersatz 12AX7 habe ich in jede Stufe reingesteckt, ohne Veränderung.

      Den Schaltplan findet man hier: thetubestore.com/lib/thetubest…Laney-VH100-Schematic.pdf
      Das Manual findet man hier: laneymusic.ro/manualul-utiliza…i/Laney_VH100R_Manual.pdf

      An was kann das liegen, sind evtl. die Elkos durch Hitze zerstört (wie kann ich rauskriegen, welche da futsch sind?), oder fällt Euch sonst was ein, was insbes. das merkwürdige Verhalten des zwei Spezialfälle oben erklärt? Oder ist der Amp einfach so laut und ich habe ein schlechtes Exemplar erwischt? Würde dann ggf. die häufig empfohlene Lösung mit EMI Filter und Hum Poti (guitar-dreamer.blogspot.com/2012/09/laney-vh100r-repair.html) helfen, aber das löst doch nur den 50Hz Brumm dachte ich?

      Danke für Tipps!

      LG Andreas
    • Hallo Andreas,
      Ein Laney Spezialist bin ich nicht, sondern habe nur mit Deiner Beschreibung den Schaltplan studiert. Es ist ja nicht so richtig klar, ob es sich um Fehler handelt, oder ob die Effekte sich im Rahmen des normalen bewegen.
      1. Hast Du Deinen Proberaumamp auch mal zuhause betrieben im direkten Vergleich im selben Umfeld, gleiche Steckdose usw.? Wenn der bessere Amp. Auch dort besser ist, kannst Du ja den mal öffnen und schauen, was dort anders ist.....
      2. Die High Eingangsbuchse sollte den Ampeingang auf Masse legen, wenn kein Kabel drin ist. Evtl. Ist dieser Kontakt nicht mehr gut, bei Problem 2 könnte ggf. Also ein Buchsentausch helfen.
      3. Im Schaltplan ist -nur als Option- die Heizversorgung von V1 mit Gleichspannung drin. Ist das so verbaut? (Das würde evtl. einen Hinweis geben, warum der Overdrivekanal weniger Störung hat)
      4. Wenn das Problem 1 nur im Clean ohne eingeschalteten Drive auftaucht, dann müsste die Brummquelle um V3b liegen. Da V3a und V3b den gleichen Siebkondensator benützen, spricht das eher gegen ein Problem dort, C3. Man könnte C3 natürlicht trotzdem mal tauschen und ggf. Gleich den Wert verdoppeln.
      5. Der Amp hat jede Menge Steckverbindungen. Vielleicht hat da was gelitten, z.B. die Schirmung bei V3b P6? Keine Ahnung, ob da Kontaktspray hilft....
      [list=1][/list]Gruß und viel Glück,
      Christof
      =O Achtung: Bei Röhrenamps liegen LEBENSGEFÄHRLICHE Spannungen an. =O
      Bevor an einem Gerät gearbeitet wird muss es spannungsfrei gemacht werden und das muss auch überprüft werden. Jeder ist für seine Sicherheit selbst verantwortlich!
    • Hallo Christof, danke für Deine Einschätzung. Hier meine dazu:
      1. bisher habe ich die Amps nicht in identischen Räumen getestet. Aber unser Proberaum ist übelster Altbau und daheim ist Neubau. Im Altbau sollte es schlimmer sein, teilweise empfangen wir dort Radio Moskau :) Der direkte Vergleich muss aber noch erfolgen (morgen hoffentlich).
      2. die beiden Buchsen habe ich überprüft, die schließen prima. Und der Effekt müsste doch dann bei allen Kanälen sein, wenn’s die Buchse wäre?!?
      3. das habe ich nicht gecheckt, aber auch hier - teile beider Kanäle sind i.o. und andere nicht?!?
      4. das will ich jetzt mal testen, ich habe noch einen 10u Elko da, den lege ich mal parallel an die 15u siebelkos, eins nach dem anderen, mit Krokodil Klemme.
      5. das ist ne super Idee, das werde ich testen.

      Sonstige Ideen oder ähnliche Erfahrungen, ggf mit Lösung?

      Lg und danke, Andreas

      Ps ich melde mich dann mit Ergebnissen ...
    • hallo,

      Vielleicht fehlt der Schutzleiter in der Proberaum-Installation .Einige Amps mögen das nicht und äußern ihren Unmut mit brummen. Prüf den Amp mal an einer nachweislich korrekten Installation. Wenns dort nicht brummt , dann sollte der Elektriker ,auch im Interesse eurer Sicherheit , den Proberaum mal durchchecken.

      Gruß, Dieter
    • Oops - das kam wohl falsch rüber. Der Proberaum
      - gehört mir nicht
      - ist vmtl. elektrisch in Ordnung
      - aber mit teilweise heftig emittierenden Neonröhren ausgestattet, die den Röhrenamps große Rauschfreude machen.

      Ansonsten ist der Laney im Proberaum gefühlt deutlich rauschärmer als der in frage stehende Laney in meinem Büro, dessen merkwürdiges Verhalten oben dargestellt ist. Aber das wer’s ich morgen mal direkt vergleichen.

      Lg Andreas
    • Ich habe eben nochmal nachgemessen mit Spectroid, alle Kanaleinstellungen so, dass die Kanäle bei vollem Gitarrenanschlag auf 1-2dB gleich laut bei ca. -20dB eingestellt waren:

      Hier die Brummlevel:

      Kanal 1 ohne Drive, Instrument an Hi: -47dB *)
      Kanal 1 ohne Drive, ohne Kabel: -47dB *)
      Kanal 1 mit Drive, Instrument an Hi: -65dB *)
      Kanal 1 mit Drive, ohne Kabel: -60dB *)
      Kanal 2 ohne Drive, Instrument an Hi: -63dB *)
      Kanal 2 ohne Drive, ohne Kabel: -63dB *)
      Kanal 2 mit Drive, Instrument an Hi: -63dB *)
      Kanal 2 mit Drive, ohne Kabel: -36dB **)

      Wird statt des Hi Eingangs der Lo Eingang verwendet, verhält sich das Brummen genau so wie ohne Kabel.

      Bei allen Einstellungen handelt es sich um 100Hz- und 200Hz peaks.

      Deutet dieses Verhalten nicht auf ein Masseproblem / eine Brummschleife hin, und kann das ggf. mit schlechten Steckverbindungen zusammenhängen? Wo kommt denn ein 200Hz Brummen her, 50Hz kann ich mir erklären (Netz), 100Hz auch (schlechte Siebung), aber 200Hz?

      Hand aufs Herz, die Brummabstände sind jetzt nicht so, dass man nicht spielen kann. Aber es nervt mächtig und ich würde es gerne in den Griff kriegen.

      Danke für Tipps und Meinungen, LG Andreas
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      The post was edited 2 times, last by schlumpfmeister ().

    • So, hier ein erstes Ergebnis - ich habe meinen Laney neben den im Proberaum gestellt, beide identisch eingestellt. Hätte ich mir sparen können, das Brummverhalten meines Laneys unverändert, das vom Laney im Proberaum gibt es nicht, er rauscht ein bisschen, sonst nichts, ein Brummen ist in keiner Lage zu hören.

      Noch eine Beobachtung: Der Laney im Proberaum ist mit 6L6 ausgestattet, meiner mit EL34. Und bei mir knacken die Endstufenröhren vernehmlich in der warmup Phase, auch hier hört man vom anderen Laney absolut nichts.

      Weitere Ergebnisse heute abend.
      LG Andreas
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    • Hi,
      Interessante Messungen! Habe sinniert, warum wohl jeder Amp Bastler, weiss, dass man Brummen bekämpfen kann mit 2*100 Ohm Widerständen nach Masse an der Heizung wie auch in Deinem Link per Poti empfohlen und warum das Fa. Laney nicht weiß? Dann nochmals in den Schaltplan geschaut. Dort ist diese Zentrierung über einen Mittenabgriff der Heizwicklung realisiert. Allerdings über eine 5A Sicherung?!? Vielleicht wert mal nachzuschauen: Ist diese Sicherung bei beiden Amps eingebaut und nicht defekt und hat guten Kontakt?
      Gruß Christof
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    • Hallo Allerseits,

      ich hatte ja Ergebnisse versprochen. Also, in Bezug auf Christofs Fragen-/Aufgabenliste:
      1. Direkter Vergleich beider Amps - bereits geklärt, s.o., der eine Laney brummt, der andere nicht.
      2. Buchsentausch - leuchtet mir nicht ein, müsste ja alle Kanäle betreffen, bisher nicht umgesetzt.
      3. Heizversorgung V1 mit Gleichstrom - nein, bei mir / dem brummenden Amp ist diese optionale Karte nicht verbaut, alle 10 Heizungen sind in einer daisy chain verknüpft.
      4. Siebelkos, insbes. C3 - also einen 15u habe ich nicht, aber einen 10u habe ich mal an die beiden Siebelkos des Clean Kanals einzeln angeschlossen, das hat nichts gebracht.
      5. Die 7 Steckkontakte (die alle prima mit Heißkleber zugeklebt waren) habe ich alle gelöst, mit Kontaktspray habe ich mich nicht getraut, aber alle 10x raus und rein.
      Siehe da, das erste Störverhalten (Clean Channel ohne Drive brummt) ist weg, s. beigefügtes Rauschbild, das durchaus dem "gesunden" Laney ähnlich ist.

      Also die Stecker waren definitiv ein Problem.

      Mein Laney ist erheblich neuer als die Schaltpläne, alle Platinen haben neuere Revisionsnummern, die Kabelfarben sind vollkommen anders (er ist aber auch made in UK), das mit dem Mitteltap und der Sicherung kann ich aber bestätigen, das ist da, überprüft habe ich das nicht, da zu spät gelesen, sieht aber solide aus.

      Was bleibt, ist der zweite Fehler (Kanal 2 mit Drive ohne Instrumentenkabel drin brummt), der ist auch nicht merklich besser geworden.

      Ach ja, was ich noch gemacht habe: Vor die Accutronics Hallspirale habe ich Alufolie gemacht.

      Und was noch ist: Der Amp hat ein vernehmliches Einstrahlen hoher Frequenzen, wie wenn Wind über ein Mikrophon bläst. Das ist auch, wenn man das Instrumentenkabel rauszieht und Volume auf 0 dreht.

      LG Andreas
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    • Hi,
      Schwierig, Dein Platinenbild zeigt Cs, welche die Gleichrichterdioden brücken, im Gegensatz zum Schaltplan, wer weiss, was noch verschieden ist?
      Im Bereich der Heizspannung gibt es 2 Masseverbindungen bei der Lösung mit der Gleichspannung, ich hätte gedacht, dass da Ströme fließen müssen, seltsam. Der griechische Kollege hat eine dritte Verbindung mit seinem Poti, die Sicherung sieht auf dem Bild dort so aus, wie wenn sie drin wäre.
      Hat die Sicherung guten Kontakt bei Dir?
      Bei dem verbleibenden Brummfehler läuft das Signal ja über die Röhre, die beim besseren Amp die Gleichstromheizung hat, korrekt? Ggf. Könnte man mit Batterien mal diese Röhre mit Gleichspannung heizen, um zu sehen, was es bringt.
      Ich finde es aber immer noch komisch, dass die Störung dann auftritt, wenn über die Schalter an den Eingangsbuchsen der Eingang auf masse liegen sollte. Diese Schaltfunktion scheint nicht gegeben? Ist die Masseverbindung an den Eingangsbuchsen i.O.?
      Naja, mit einem Amp, der nur ohne Kabel brummt, kann man ja ggf. Leben....
      Gruß Christof
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    • Guten Morgen,

      wenn die Sicherung drin ist und ordentlichen Kontakt hat, bringt es dann überhaupt irgendwas, mit 2x 100 Ohm nochmal nen zusätzlichen Massepunkt zu erzeugen, und wenn ja, wo soll der idealerweise angelegt werden, damit da nicht noch ne Brummschleife entsteht?

      Soweit ich das beurteilen kann, ist auch beim "griechischen" Laney die Zusatzplatine mit der DC Filamentversorgung von V1 nicht verbaut, der sieht innen so aus wie meiner, und da kann ich keine zusätzliche Platine finden. Wie das bei unserem "guten" Laney im Proberaum aussieht, weiß ich nicht, der gehört mir nicht und ich kann ihn nicht einfach öffnen, und bei den Ausmaßen ist das auch logistisch eine Herausforderung, die ich beim Rumbasteln an Combos in der Art bisher nicht kannte, die waren handlicher.

      Definitiv geht beim verbliebenen Brummproblem das Signal über diese optional DC-versorgte V1 Röhre. Ich habe das soeben nochmal getestet
      - ca. 13dB Brummabstand zwischen Kabellos = Laut und Blindstecker rein = Ruhe
      - Betrifft entgegen bisheriger Beobachtung den kompletten Drive Kanal, auch wenn der zusätzliche Drive nicht aktiviert ist (da hört man es aber erst bei großer Lautstärke, daher war es mir bisher nicht aufgefallen)
      Daher meine Arbeitshypothese: Nicht vorhandene DC Filamentversorgung macht diesen Kanal brummempfindlicher, immerhin geht's durch 5 Triodenstufen. Dies trifft auf eine gestörte Input Buchse, die aber für den Clean Kanal wegen der deutlich niedrigeren Verstärkungen kein Problem darstellt.

      Ich werde mir jetzt mal ne Buchse, nen 10A EMI Filter (wie vom Griechen vorgeschlagen) und 2 Stück 100 Ohm Widerstände besorgen, alles einbauen, und dann sehen wir weiter, ich hoffe dadurch die Störquelle und die Brummempfindlichkeit zu beseitigen ...

      Danke für Unterstützung und Tipps!

      LG Andreas
    • Kleiner Update - ich hatte gerade email Kontakt mit dem Laney Service, mit folgender Info:
      - es gibt keine neueren Schaltpläne, die verwenden die gleichen wie wir, die sollen auch passen
      - die DC filament supply Platine wurde nie verwendet, das war eine Idee, um mit den (damals) schlechten Röhren umzugehen, man konnte aber dank Selektion immer darauf verzichten.

      Antwortzeit: ca. 20 Minuten, entweder ist denen langweilig oder die nehmen Service wirklich ernst!

      LG Andreas
    • So, hallihallo,

      der EMI Filter ist drin, die Sicherung wurde überprüft (die war i.O., ebenso die Anschlüsse, ich habe alles trotzdem vorsorglich mit Kontaktspray gereinigt). Auch die Hi Buchse wurde überprüft, die schaltet sauber auf Masse (ich habe durch Rumbiegen trotzdem den Druck erhöht, und alles mit Kontaktspray gereinigt).

      Nach dem Zusammenschrauben wieder ein leichtes Brummen und ca. drei dB weniger Brummabstand (jetzt bei -65dB im Clean Kanal, vorher hatten wir schon mal -68dB). Das soll mal einer verstehen. Jetzt mache ich die Kiste nochmal auf, da ohnehin noch nicht alle Schrauben drin sind, rüttle nochmal an allen Steckern, dann wird er bis auf weiteres zugemacht, besser wird's wohl nicht mehr. Meine Arbeitshypothese hat nicht gehalten, ich weiß keinen Rat mehr, der jetzt erreichte Brummabstand ist aber i.O., und mit dem Umstand, dass Hi Gain ohne Kabel mehr brummt, kann ich tatsächlich leben.

      Danke für alle Tipps die schon kamen oder noch kommen werden,

      Liebe Grüsse Andreas
    • Hallo,
      nur noch so ein Gedanke: Lt. Foto haben die Kabelverbindungen einen größeren Spielraum, wo sie denn entlanglaufen? Ggf. könnte man sehen, ob man durch Fixierung irgendwas bewirken kann. Z.B. möglichst weit weg von der Heizung.

      Habe ich richtig verstanden, dass ein Kurzschlussstecker im Lo-Input ein leiseres Ergebnis bringt, als wenn weder in der einen noch in der anderen Buchse ein Kabel steckt?

      Gruß Christof
      =O Achtung: Bei Röhrenamps liegen LEBENSGEFÄHRLICHE Spannungen an. =O
      Bevor an einem Gerät gearbeitet wird muss es spannungsfrei gemacht werden und das muss auch überprüft werden. Jeder ist für seine Sicherheit selbst verantwortlich!
    • Auch hallo,

      Teilweise sind die fixiert. Das macht bestimmt was aus, ich glaube mittlerweile, dass alle VH100R brumm Probleme von diesen Kabeln und ihren Steckern kommen. Das chassis liegt aber auf dem Kopf, d.h. Röhren oben, Kabel hängen in maximalem Abstand runter.

      Nochmal zu den brumm phänomenen:
      - ein bisschen brummt es immer (aber auch schon, bevor man Standby umschaltet, irgendwie bereits mechanisch, ganz leicht)
      - inzwischen sind die brummabstände aber wirklich sehr akzeptabel
      - Ausreißer hi gain mit drive ohne Kabel eingesteckt - aber auch da mittlerweile nur noch 7db brummabstand zwischen mit und ohne Stecker
      - Kurzschluss Stecker in lo bringt gar nix, der hi Eingang muss eingesteckt werden

      Lg Andreas

      The post was edited 1 time, last by schlumpfmeister ().

    • Hallo Allerseits,

      inzwischen wird dieser Thread mein kleines Tagebuch ... :) Nachdem ich gestern den den Effect Loop in Betrieb genommen habe (eigentlich das Sahnestückchen des Amps), war das Brummen wieder stärker da. Nun war Schluss mit dem Rumprobieren, ich habe mir Gerald Weber's Kapitel zu Hiss und Hum zur Brust genommen und seine 13 Arten der Geräuschbildung durchgelesen. Klare Aussage vom Meister: ripple (100Hz und Vielfache) kommt IMMER von der Siebglättung. Also habe ich erstmals alle Messpunkte mit größter Erfurcht und Vorsicht nachgemessen und festgestellt, dass durchgängig immer 30-40v fehlen. Ich werde also nun einen kompletten Satz Elkos bestellen, dann zunächst die 100uF Hauptelkos, und dann ggf. die nachgelagerten kleinen 15uF, einbauen, dann sehen wir weiter, in ca. einer Woche kann ich dann berichten. Die Hi Buchse wird dann vorsorglich auch gleich getauscht.

      LG Andreas
    • Hallo liebes Tagebuch,

      Die 100u elkos sind jetzt drin - und keine Verbesserung, weder bei brumm noch bei den Spannungen. Das hat mich ins Grübeln gebracht - wenn am c22 bereits Spannung fehlt, kann es ja nur davor sein, also 10k Widerstand (der ist i.o.), Röhren, Gleichrichter oder Trafo. Ich habe mal testweise alle 4 Röhren entfernt, siehe da - Spannungen sind korrekt. Also einen Satz Röhren bestellen. Langsam gehen die kosten durch die Decke. Aber perfide wäre das schon, die Endstufe macht keinen Geräusch-mucks, stört aber durch Spannungsabfall komplett die Vorstufen ...

      Lg Andreas
    • Hallo Liebes Tagebuch,

      ich habe jetzt die Röhren unseres Amps aus dem Proberaum eingebaut, sowohl das Spannungs- als auch das Brummproblem blieb erhalten, die Röhren sind es also auch nicht.

      Warum alle gemessenen Spannungen mit beiden Röhrensätzen um 30 bis 40v zu niedrig sind, ist mir inzwischen schleierhaft. Die Elkos habe ich wieder in den Originalzustand versetzt, der Wechsel der großen brachte nix, die kleinen habe ich dann erst gar nicht getestet. Die Spannung stimmt ja bereits am C22 nicht mehr.

      Die Hi Buchse habe ich nun umfangreich getestet und kann feststellen dass sie noch prima funktioniert. Es ist aber definitiv so, dass wie oben immer beschreiben nur im Drive Kanal mit Drive zusätzlich aktiviert das Brummen so lange anhält, bis man eine Erdung über eine zusätzliche Erde herstellt, die vorhandene Erde, die nachgemessen auch da ist, genügt aus mir unerfindlichen Gründen nicht. Ist da eine Brummschleife aktiv?

      Was mir bei neuerlicher visueller Inspektion aufgefallen ist: Der C26 könnte evtl. was haben, der glättet die +15v. Warum das im Klang was ändern sollte ist mir aber unklar, da diese +-15v für die Schalter und LEDs verwendet werden.

      Was noch auffällt: beim Ausschalten quietscht der Amp und die Spannung an den Elkos fällt extrem schnell ab, nach ca. 10s ist da keine Spannung mehr messbar.

      Ich verstehe immer weniger, was da los ist.

      LG Andreas
    • Gut möglich, dass in der Schaltung "Irgendetwas" zusätzlich Strom zieht, so dass das Netzteil mit der RC Siebung, die für eine bestimmte Stromaufnahme ausgelegt ist, zu stark belastet wird.
      Damit könnte man u.U. erklären, warum die Spannung so abfällt. Dadurch könnte auch höhere Brummspannung entstehen.

      Gruss
      Chris
      :P Ich liebe Blondinen :P