Madamp A15Mk2 Verzweiflung

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    • Madamp A15Mk2 Verzweiflung

      Hallo!

      Ich bin grad voll am Verzweifeln. Mein Madamp der bis vor Kurzem noch ganz gut funktioniert hat, macht plötzlich komische Sachen.
      Zuerst hatte ich Einstreuungen in Zusammenhang mit einem H9 im Einschleifweg. Aus Ratlosigkeit habe ich den gesamten FX Loop neu gebaut mit ordentlich abgeschirmten Leitungen. Jetzt ist kein Unterschied mehr zu hören zwischen Effekt ein und aus.
      Ok soweit.

      Plötzlich wieder ein Brummen der aber nicht wie vorher, das mit dem FX Loop zu tun hat.
      Ich habe daraufhin den Ruhestrom beider Endröhren gemessen.
      Ziemlich weit auseinander 35mA und 10mA. Ok ein neues Set Röhren (ein Tip Top gemachtes Paar) rein. Bumm wieder große Abweichungen.
      Röhren raus und Plätze getauscht. Wieder die Abweichung. Eine Position ist immer kalt. Immer der gleiche Sockel.
      Alle anderen Spannungen sind im Rahmen. Auch die 1 Ohm Messwiderstände hab ich schon getauscht. Kontakte hab ich auch schon nachgelötet.

      Ich weiß nicht mehr weiter!
      Die Röhren schließe ich inzwischen als Fehler aus, da die in einem anderen Verstärker tadellos funktionieren.
      Es kommt zwar ein Ton aus der Box aber der ist auch sehr bröselig.

      kann mir jemand einen Tip geben?
    • ich muss gleich vorweg sagen - ich habe jetzt nicht DIE große Ahnung auf dem Gebiet.

      sind deine Messungen denn NUR Momentaufnahmen, oder ggf. mal gemessen und eine Zeit lang laufen lassen und dabei vielleicht
      die Messung fortgesetzt oder hin und wieder kontrolliert?

      Als ich meinen Amp mal beim Röhrendoc hatte hat der den 2 bis 4 Stunden nach Röhrenwechsel und Einmessen laufen gehabt (mit Mp3 vom Rechner drüber abspielen lassen :D ) und dann nochmal alles durchgemessen. War so ein alter Haase und er meinte es wäre sehr wichtig !

      Aber wie gesagt, das ist jetzt nur das, was ich so mal mitbekommen habe - mir fehlt da gänzlich eigene Erfarhung
    • Hallo Oliver,

      Ja, das ist mir bewußt, dass es etwas dauert bis sich der Ruhestrom einpendelt. Aber meiner Erfahrung nach liegen die Werte nicht derartig auseinander. Ich konnte selbst beim ersten mal einschalten eines neu gebauten Amps (ist schon mein zweiter Madamp) immer bis auf +/- 10% die richtige Spannung einstellen. Nach mehreren Stunden Betrieb musste ich nur minimal nach korrigieren.
      Das komische an meinem Problem ist, daß der Ruhestromunterschied nicht von den Röhren verursacht wird. Es ist immer der gleiche Sockel der die Röhre kalt laufen lässt. (3 Röhrenpaare und immer das gleiche Ergebnis)
      Danke trotzdem für deinen Tip!
    • ah ok.. dann bist du der möglichen Fehlerquelle ja schon gut auf der Spur. :)

      wenn es wirklich immer der gleiche Sockel ist, würde ich da mal genauer untersuchen - ggf. die Kontakte?
      ich hatte das an einem Vorstufen Sockel kürzlich, war absolut nichts optisch zu erkennen - da hatte ich nach dem Ziehen und wieder Stecken
      einer Röhre, dass mein 2203 Style Amp auf einmal sehr dünn klang und auch von der Verzerrung eher NUR an einen Plexi ran kam
      aber nicht mehr typisch 2203.. - ich dachte zunächst an Endstufen Röhren durch, weil von denen zwei Stück auch schon ganz leicht Mikrophonisch sind
      und eine bissl innerlich rasselt.

      Nach viel hin und her hab ich dann im Laufenden Betrieb mal an den Bauteilen und Kabeln gewackelt (habe dafür ein Plastik Stäbchen verwendet !!)
      und siehe da, die V2 hatte ein Verbindungsproblem an einem der Sockelstifte - dieser Kontaktschuh hat sich beim Einstecken der Röhre leicht nach oben
      geschoben und steckte nicht komplett sauber/straff über dem Kontaktstift der Röhre.
      An diesem Kabel gewackelt wechselte dann die Leistung und Verzerrung sehr stark.

      Ich hatte am gleichen Amp vor Jahren auch ein paar kaputte Röhrensockel in der Endstufe - die waren gebrochen und die Kontaktschuhe packten auch nicht mehr sauber..
      nach Sockeltausch war alles seither bestens.

      Ich tät einfach mal im Laufenden Betrieb die Kabel und Bauteile leicht bewegen - Kabelbruch, defekter Röhrensockel, ggf. Lötstelle, welche nicht so dolle ist, könnte sich
      darüber lokalisieren lassen.
      dafür hab ich wie gesagt nen Plastik Essstäbchen verwendet gehabt :D

      Am Trafo kanns ja nicht liegen - sonst wären ja alle Röhren betroffen.

      Gruß
      OLLI