Fender Hot Rod Deluxe - Trafo funkt und knackt

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    • Fender Hot Rod Deluxe - Trafo funkt und knackt

      Liebe Musikding-Surfer,
      ich habe mir vor kurzem einen gebrauchten Fender Hot Rod Deluxe zugelegt und nach nur wenigen Malen der Benutzung, hat der Amp seltsame Kratzgeräusche gemacht, die Leuchte und der Klang setzten dann teilweise aus und letztlich schmorte die 1,6A Sicherung durch, ehe ich verstand, was los war. (gesamt 10sek)
      Eine Stunde davor funktionierte der Amp astrein und ich habe ihn 20min lang benutzt.
      Um sicher zu gehen, dass es nicht nur an der Sicherung lag, habe ich eine neue eingesetzt und festgestellt, dass das Problem bleibt.
      Ich habe das Teil aufgeschraubt und dann mal Spannung drauf gegeben. (Photo1187)
      Dabei musste ich feststellen, dass der 'Ausgangsübertrager' (Photo1187) innerlich Funken sprüht und Rauch entwickelt. Kein gutes Zeichen.
      Der Trafo sieht auch einige Jahrzehnte älter aus als der Rest des Amps...Eisen rostet ja nunmal, aber ist das wirklich normal, dass die Dinger so aussehen?
      Was kann passiert sein? Und was wären die ersten Schritte, die zu einer Überprüfung führen könnten?
      Kann es der Trafo sein? Oder die Röhren? Oder ein Kurzschluss irgendwo anders?
      Ich bedanke mich im Voraus,
      Lucifer
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      • Trafo Ausgangsübertrager Schematic.JPG

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      • Photo1187.jpg

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      • Photo1188.jpg

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      • Photo1191.jpg

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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Seasidezingst ()

    • Hallo,

      ich kenne das Modell nicht aus eigener Ansicht, aber es sieht für mich auch so aus, als ob der Trafo lange vor dem Amp existierte... (Frickler-Austausch?)

      Wenn es im PT blitzt und qualmt, liegt sehr nahe, daß er primär auf die falsche Netzspannung verdrahtet wurde. Im Export-Modell sind 100, 230 oder 240 V einstellbar.
      Du müßtest haben vom Trafo:
      violett über CP3 auf schwarz zum NTC-Sicherung-Schalter
      bk/rd: offen
      bk/gn mit bk/ye über CP7-CP8 verbunden
      wh: offen
      wh/bk über CP4 mit wh auf Schalter
      bk: offen.

      Wenn er auf 100 V verdrahtet war, ist es erklärlich. Aber die Isolation kann auch aus Altersschwäche hinüber sein.
      Aber bei den Leuchterscheinungen, brauchst du eh einen neuen Trafo, der alte ist nicht mehr betriebssicher.

      Was du überprüfen kannst, ist ob der Trafo auch im Leerlauf (also alle sek. Stromkreise öffnen, dh. mindestens 1 Draht rot/grün/braun pro Wicklung ablöten) diese Erscheinungen hat.
      Dann auch mal die Leerlaufstromaufnahme messen.

      Juristischer Disclaimer:
      Diese Maßnahme/Messung darf nur von fachlich geeigneten Personen eigenverantwortlich durchgeführt werden.

      Gruß, Bernd
    • Lieber Bernd,
      danke schonmal für die Antwort. Ich muss mich korrigieren, der Trafo, der brutzelt, ist nicht der Netztrafo, sondern der Ausgangsübertrager.
      Ersatz wäre zum Beispiel der hier. tubeampdoctor.com/de/shop_Ausg…Blues_Deluxe_Reissue_1307
      Hast du ne Idee, wo man einen Trafo für etwas weniger als einen halben Verstärker herbekommt? Die Preise auf TAD sind ziemlich übertrieben.
      Kann man sich beim Ausgangsübertrager sicher sein, dass er einfach alt ist und nicht durch zu grosse Ströme kaputt gegangen ist (dahinter liegt ja nur der Lautsprecher...)? Soll heissen, müsste der Trafo-Austausch das Problem beheben, wenn nichts anderes schon am Amp kaputtgegangen ist?
      Besten Gruss
    • Hallo,

      Tube Town hat den # 050438 = HAMMOND 1750JA für 66,40 €.

      Ein OT kann natürlich den "Schlag" gekriegt haben, wenn er - auch nur kurz - bei Ansteuerung ohne Last (Lsp) betrieben wurde. Da reicht eine Spk-Buchse mit schlechtem Kontakt.
      Wobei lt. Schaltplan für diesen Störfall Schutzdioden eingebaut sind (CR4 undCR5)
      In so einem Fall wird die Pri.-Seite des OT zur Zündspule, was zu Durchschlägen in der Wicklungsisolation führen kann, aber durch die hohe Spannung können auch Bauteile im Umfeld in Mitleidenschaft gezogen werden.
      Der evtl. entstandene Windungsschluß - der den OT unbrauchbar macht - kann mit Amateurmitteln kaum sicher nachgewiesen werden.

      Auf jeden Fall müssen nach dem Austausch erst mal alle DC-Spannungen ohne Eingangssignal überprüft werden (trotzdem gehört zur Sicherheit eine Last an den OT).

      Gruß, Bernd
    • Hallo,

      kannst du mir sagen, was für eine Sekundärspannung du an einem Trafo ohne Signal erwartest?

      Noch zwei Selbstzitate:

      "...alle DC-Spannungen ohne Eingangssignal überprüft werden..."

      und

      Juristischer Disclaimer:
      Diese Maßnahme/Messung darf nur von fachlich geeigneten Personen eigenverantwortlich durchgeführt werden.

      Noch was Grundlegendes zur Wieder-Inbetriebnahme nach Reparaturen:

      Ein Fachmann macht das mit einem regelbaren Vorschalttrafo unter Beachtung der Stromaufnahme (d. h. man muß wissen, wie sich der Strom von der Anheizphase zur Betriebsphase ändert) oder wenigstens mit einer geeigneten Vorschaltlampe.

      Ein Laie kauft sich eine 100er-Packung Sicherungen und läßt es auf gut Glück knallen, zumal er weiß, daß sein Händler noch ein paar Trafos etc. auf Lager hat. ;)

      Gruß, Bernd
    • Das letzte habe ich jetzt nicht wirklich verstanden, aber okay...eine Vorschaltlampe hab' ich zufällig gerade nicht da und auch die Erfahrung mit einem regelbaren Vorschalttrafo geht mir völlig ab. Ich bin also darauf angewiesen, es auf gut Glück knallen zu lassen. (nicht mit einem 100er Pack aber mit ganzen 2 Sicherungen bewaffnet)
      Warum betonst du 'DC'-Spannungen? Die Spannungen nach dem Gleichrichter sind doch alle DC-Spannungen....und wenn ich die Spannungen am Trafo messe, ist da doch keine Frage. Und da müsste dann ja auch rauskommen, ob mit den umliegenden Bauteilen alles iO ist oder Werte aus dem Rahmen fallen.
      Also trotzdem danke für die vorhergehenden Infos und ich gebe dann Rückmeldung nach Einbau.
    • Ich hab jetzt in stundenlanger Arbeit geschafft, den alten Trafo ab- und den neuen anzuschrauben. Jetzt stehe ich vor der Aufgabe, dass jeweils das rote, braune und blaue Kabel auf die Platinen gesteckt ist. Ich hab mal ne schnelle Zeichnung von dem Stecker gemacht, siehe Anhänge. Sicherlich gibt es für die Dinger auch einen Namen. Wie bekomme ich die alten von der Platine ab? Die sind ja mit einer kleinen Metallzunge (und vielleicht mit noch mehr Sicherheitsmassnahmen) festgehakt.
      Bilder
      • stecker mit abrutschsicherung.jpg

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