Preamp mit EF86 bauen, Beratung, Ideen, Anregungen bitte.

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Preamp mit EF86 bauen, Beratung, Ideen, Anregungen bitte.

      Hello allerseits,

      nach einigen Pedalen wollte ich mich nun langsam mal an mein erstes Hi-Voltage Röhrenprojekt wagen.. Da ich erstmal keinen kompletten Amp brauche und mir damit auch den Unmut meiner Gemahlin zuziehen würde, dachte ich an einen Preamp, den ich vor meinen GEM m.g10 mit einer einzigen EL84 oder in den FX-Loop meines Ampeg VT-120 hängen wollte.
      Die Wahl ist auf die EF86 gefallen, da ich schon einige vielversprechende Kandidaten mit dieser Röhre als Preamp gehört habe (G1, Matchless DC-30, Ceriatone Creme Bruleé, Vox AC 30, und den Sonalgenic hier)

      Nun stehe ich vor der Qual, erstmal einen Schaltplan hierzu umzustricken und passenden Netztrafo zu finden. Am liebsten wäre mir der Preamp des Matchless DC 30 vom Klang her. Mir ist natürlich klar, dass nicht nur ein Teil der Schaltung klingt sondern der ganze Salat, diesen fehlenden Teil hoffe ich allerdings dann eben mit dem jeweiligen Amp zu ersetzen.
      Sehr gerne würde ich auch das Magische Auge aus dem Sonalgenic implementieren. Macht die überhaupt Sinn ohne Endstufe?

      Wie weit könnte man die Gleichrichtung beibehalten/müsste man diese ändern? AÜ bräuchte ich ja nicht oder? Hatte mich schonmal mit Matthieu Colson in Verbindung gesetzt, der den G1 entworfen hat, und schauen, ob es vielleicht in meinem Fall das einfachste und günstigste wäre, den G1 einfach etwas zu verändern und dann die Endstufe wegzulassen. Vielleicht isses aber eben doch nicht einfacher und günstiger?
      Wollte den aber auch nicht regelmäßig mit meinen Mails behelligen, da hier ja auch genügend Gehirnschmalz vorhanden ist..

      Anbei hab ich schonmal den Schaltplan vom Matchless DC -Preamp, G1 und den vom Sonalgenic angehängt, sowie Beschaltungsvarianten der EF86.
      Images
      • sonalgenic-schem.JPG

        114.34 kB, 1,313×923, viewed 1,570 times
      • EF86.gif

        20.81 kB, 800×600, viewed 1,623 times
      Files
    • so, nach langem erfolglosem filzen des www bin ich heute durch zufall auf einen LoV EF86 Preamp gestoßen:

      [IMG:http://i63.photobucket.com/albums/h151/eisen-uli/main.gif]

      in dem Thread wird auch bekakelt, ob man die werte der widerstände erhöhen kann, um mehr gain zu bekommen.
      geraten wird da zu erhöhung von R1 und R2, sowie
      So I ask, would it be useful, asking for more gain, to raise the second plate res. (pin 6) and the second grid leak res. (pin 7) too?

      Yes, raising the second plate resistor to say 470K will give a bit more gain, and raising the second grid leak resistor to 1M will too.
      wären das dann R3=second grid leak resistor und R2=second plate resistor?

      hab hier noch ein 12V 2 Ampere Laptop-Netzteil rumliegen, und ausserdem diese Seite gefunden, die eine Schaltung zur Spannungsmultiplikation (sacht man so auch auf deutsch?) zeigt, um die zu versorgende Schaltung mit bis zu 60V zu versorgen.

      was haltet ihr davon?

      EDIT: UHHUNNND lässt sich in diese Schaltung irgendwie ein Magisches Auge á la EM80 integrieren?
    • Hallo,

      nur mal konzeptionell: Vergiß Low Voltage, wenn du eine EM... dabei haben willst, die funzelt dann nur (normal sind da 250 V Betriebsspannung).

      Übrigens, solche EM... brauchen so -8...-20 V zur "Vollaussteuerung"

      Und die gefundene Schaltung - janz frisch: "Jan 2009" und "unverified" :o

      Im Regler wird mehr verballert als in der Röhre. Ansonsten: 08/15-Schaltung.

      Gruß, Bernd
    • Hi,

      ich will dir nicht den Mut nehmen, aber wenn du nen "richtigen" Preamp mit ner EF86 möchtest, dann deke ich kommst du mit Lo-V nicht weit.
      Da du in dieser Materie zu wenig Erfahrung hast, müsstest du ewig rumdoktorn eh du einen passablen Sound bekommst, da du einfach nicht weisst wie die Schaltung auf gewisse Veränderungen reagiert.

      Ich würde dir raten bei einem erprobten Konzept zu bleiben und damit erstmal Erfahrungen zu sammeln.
      Gut eignen würde sich da, eben jener von dir schon angesprochene, G1.
      Den Amp bekommst du als Bausatz fix und fertig bei TT und der Amp ist erprobt, sprich, die Schaltung funktioniert auf Anhieb, wenn du keinen Aufbaufehler machst.
      Da einen Lineout zu intgrieren ist dann sicher das kleinste Übel :)

      Grüße,
      Swen
    • ok lassen wir mal das magische auge weg. (hatte schonmal auf die DM70 geschielt die braucht "nur" 90V betriebsspannung)

      aber mal zur allgemeinen machbarkeit: das layout ist wohl unverified, die schaltung selbst war aber durchaus schon aufgebaut und funktioniert wohl ganz passabel. da dies mein erstes röhrenprojekt ist und das budget auch eine wichtige rolle in sachen umsetzbarkeit spielt, werde ich zuerst diese schaltung bauen. wenns nicht geht, ist nicht viel ausser arbeitsstunden draufgegangen..
    • Hallo,

      der erste Satz in deinem Eröffnungsbeitrag beinhaltet doch, daß dies dein erstes "Hi Voltage" Projekt werden soll?!

      Warum eigentlich EF86? Wie auch Swen schon schrieb, erwarte nicht zuviel bei low volt und der Standardbeschaltung einer Pentode...

      mit den ECC81...83 sind halt gute 12 V AC Konzepte möglich (mit 12 V Steckernetzteil Heizung (12,6 V) und mit kleinem "umgedrehtem" Trafo (~ 2 €) eine "vernünftige" Anodenspannung - nix mit Transistor-Zerhackertechnik, die einem in die Schaltung prima reinpfeift (ich meine die verlinkte Schaltung vom schwedischen Funker) :o

      Auch ein 8...10 V AC Steckernetzteil ließe eine elegante Erzeugung von Anodenspannung und einer 6,3 V DC-Heizung zu.

      Das 12V/2 A Laptop-NT als "Nabel" zu erklären (schon mal auf "hörbare" Störspannung geprüft?) ist m. E. kein guter Ausgangspunkt - es zieht zuviele Kompromisse und Klimmzüge nach sich.

      Gruß, Bernd
    • eBernd;258750 wrote:

      ... nix mit Transistor-Zerhackertechnik, die einem in die Schaltung prima reinpfeift (ich meine die verlinkte Schaltung vom schwedischen Funker) :o ...
      ;D
      Hi Bernd,

      was hältst Du von so einem Häcksler (stammt nicht von mir):

      [IMG:http://forum.musikding.de/vb/attachment.php?attachmentid=2329&stc=1&d=1233237966]

      Der hatte bei mir mit Röhren ohne Zwitschern ganz schön funktioniert.

      Hier kann man den Häcksler ansatzweise sehen:

      [IMG:http://forum.musikding.de/vb/attachment.php?attachmentid=2330&stc=1&d=1233238243]
      Images
      • testaufbau-1_web.JPG

        195.21 kB, 445×500, viewed 522 times
      Files
    • Hallo,

      dieser Häcksler ist das gleiche Prinzip, statt diskreten Transistoren halt in CMOS. Kann wahrscheinlich deutlich weniger Strom.

      Aber bei einer EF86 mit 0,5...1 mA müßte es reichen.

      Ja, und wenns nicht zwitschert...;D

      Übrigens diese Teile (Anwendung: In/Für Autoradios mit Röhren für 6 V Bordnetz) heißen wirklich Zerhacker...;)

      Gruß, Bernd
    • Das das zentrale Merkmal der ganzen Aktion soll die EF86 sein. Ich erhoffe mir eben einen anderen Sound durch die Röhre, siehe genannte Amps mit dieser Röhre als V1.

      Es soll eben nur ein Preamp, Amps hab ich genug, und das Budget bedingt die Umsetzung. Der G1 Bausatz ist mir eigentlich zu teuer, dafür, dass ich die Hälfte weglasse möchte.

      Ich erwähnte das Netzteil als lediglich schonmal vorhanden, jede Meinung, Kritik und Anregung konstruktiver Natur sind ebenfalls bei der Stromversorgung herzlich willkommen.
      Ist das Netzteil aber eigentlich nicht erstmal egal, da ich ja noch die Gleichrichtung und Siebung danach habe? Ich dachte da an das vorkonfektionierte Teil von TT, um auf 12,6 zu kommen. Sind die denn überhaupt bei der EF86 nötig? Ich dachte die Heizung braucht bei der EF86 nur 6,3V?
      Am besten fänd ichs natürlich ein Netzteil komplett selbst zu bauen und dies dann im gleichen Gehäuse zu verbauen, nur hab ich keine Ahnung, wie was wo wieviel. Danach hatte ich ja im ersten Post schon gefragt.

      Also bin euch dankbar für alles wovon ihr mir abratet, aber ratet mir doch bitte auch zu konkreten Alternativen.

      EDIT: anbei auch noch die verifizierte Schaltung, auf der das Vero-Board Layout aufgebaut ist.
      Files
      • EF86.pdf

        (63.07 kB, downloaded 244 times, last: )
    • eBernd;258764 wrote:

      Hallo,

      die EF86 kann nur mit 6,3 V geheizt werden. Das mit den 12,6 V bezog sich auf ECC81..83. Die können mit beiden Spannungen geheizt werden.

      In Worten hatte ich dir schon preiswerte Netzteilkonzepte geschildert - basierend auf AC-Steckernetzteilen.

      Gruß, Bernd

      ist klar, du meinst solche:
      reichelt.de/?;ACTION=3;LA=2;GR…f6dc4ccc830702a43ac667bd1
      oder? wirds da nicht knapp mit 1,4A? daher dachte ich, ich wäre mit 2A besser aufgestellt. Wie gehts dann denn weiter, wie komm ich auf 6,3 V und auf mehr als 12V? Die Schaltung erfordert mindestens 12, soll aber ab 20V wesentlich besser klingen.
    • Hallo,

      hier das low cost tube power supply...


      Achtung P**lin ist ein Restpostenhändler, diese Teile können schon mal wech sein.

      Andere Anodenspannungen gibts, wenn du einen Trafo mit anderem Übersetzungsverhältnis nimmst.

      Evtl. muß du die Heizspannung noch mit einem niederohmigen Reihenwiderstand auf 6,3 V runterbringen. So ein Trafo kann im Leerlauf durchaus 7...8 V haben.

      Gruß, Bernd
      Images
      • TinyTubePower.GIF

        5.98 kB, 600×186, viewed 447 times
    • Jaa möchte ich, :D.
      Ich nehme auch gern den ersten Teil des G1 und dann nur ein System der 12ax7, zwecks Impedanzsenkung (achtung Halbwissen, schon wieder...:rolleyes:).

      Wie komme ich den mit dem Trafo aus dem Link auf die ~300V?
      Ansonsten könnte ich ja theoretisch auch die Beschaltung vom DC30 nehmen und mit dem einen System der 12Ax oder 12AU7 benutzen oder?

      Und kommt dann wieder theoretisch die EM80 ins Spiel? hab da noch dies hier zum problem der vollaussteuerung gefunden.


      EDIT: mist, zu langsam. VIELEN DANK eBernd!
    • Hallo,

      der Link zur Röhrenseite geht (wohl aufgrund bestimmter Vorkommnisse in letzter Zeit) nicht mehr.
      Wenn du die Schaltung zur Empfindlichkeitserhöhung meinst: Die geht nur mit Anzeigeröhren mit Doppelsystem. Deren Preise liegen zw. 35...150 €, da sie schon lange nicht mehr gefertigt werden und die Leuchtschicht sich verbraucht, so daß die Restaurateure historischer Radios, den Preis (ungewollt) hochtreiben.

      Gruß, Bernd
    • eBernd;258768 wrote:

      Hallo,

      hier das low cost tube power supply...


      Achtung P**lin ist ein Restpostenhändler, diese Teile können schon mal wech sein.

      Andere Anodenspannungen gibts, wenn du einen Trafo mit anderem Übersetzungsverhältnis nimmst.

      Evtl. muß du die Heizspannung noch mit einem niederohmigen Reihenwiderstand auf 6,3 V runterbringen. So ein Trafo kann im Leerlauf durchaus 7...8 V haben.

      Gruß, Bernd

      Hallo Bernd,
      zwei Fragen hab ich noch, wie kommste denn auf die 180V? ich dachte bei 6V an dem Trafo kommen eigentlich nur 130V raus?
      und was ist F1 TBD / R2 TBD? "to be dated"? und F1 vielleicht R1 gemeint? oder steh ich da völlig aufm Schlauch?
    • Hallo,

      F1: ne Sicherung würde ich bei solchen Schaltungen immer vorsehen. Deren Wert kann man aber erst bestimmen, wenn man die Gesamtstromaufnahme kennt.

      Mit R2 kannst du die gesiebte Ausgangspannung bestimmen, das aber wieder abhängig von der Stromabgabe... Gleichzeitig ist R2/C2 ein Siebglied

      TBD: To be defined

      R1 ist ein Entbrummer - kost fast nix, aber sehr effektiv.

      Die 180 V DC: 6 V · 230/10,5 = 131 V AC -> Gleichrichtung -> ·1,414 = 185 V DC

      Gruß, Bernd