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G3 Blues - außerhalb der Toleranz abweichende Messwerte

    • G3 Blues - außerhalb der Toleranz abweichende Messwerte

      Hallo zusammen,

      heute habe ich meinen G3 Blues fertig gestellt.

      Zweimaliges messen hat leider fast an allen Punkten zu stark abweichende Messwerte ergeben, ich wollte hier um Hilfe bitten, ob mich jemand in die Richtung der Fehlersuche schicken kann.

      Auch nach einigen Minuten Betrieb riecht nichts verbrannt und nachdem der Verstärker wieder ausgesteckt war konnte ich an keinem Bauteil eine auffällige Temperaturerhöhung fühlen. Ton gibt er auch keinen von sich.


      #SollIst
      1230 AC226
      26,5 AC6,34
      3208 AC200
      4260 DC230
      5237 DC210
      6225 DC199
      7225 DC199
      881 DC60,1
      9105 DC116,8
      101,2 DC0,89
      11110 DC120,3
      12185 DC167,2
      1350 DC44,4
      14166 DC147,7
      153,0 DC2,76
      16251 DC198
      17254 DC230
      1810,5 DC29,5
      1947 DC41,4
      20230 AC226



      Besten Dank im Voraus und viele Grüße
      Andreas
    • Hallo Andreas,
      von wegen fühlen: hoffentlich weißt Du, dass auch noch nach Netzstecker ziehen Hochspannung auf den Elkos ist.

      Die Soll 10,5V (Ist 29,5V) sind am Kathodenwiderstand der Endstufenröhre. Hier wird "genuckelt", wie mir scheint. ==> Die Verschaltung der Gitter mit R17, R18, R19, R21 prüfen und die Masseverbindung dort.
      Viel Glück, Christof
      =O Achtung: Bei Röhrenamps liegen LEBENSGEFÄHRLICHE Spannungen an. =O
      Bevor an einem Gerät gearbeitet wird muss es spannungsfrei gemacht werden und das muss auch überprüft werden. Jeder ist für seine Sicherheit selbst verantwortlich!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von cebersp ()

    • Hallo Bernd, hallo Christof,

      vielen Dank für die hilfreichen Antworten! Der Fehler lag tatsächlich an V3. Der Widerstand R21 war auf der Leiste an Position 15 statt korrekt an 16. Das habe ich trotz Kontrolle übersehen.
      Das hat schonmal einen großen Teil der Abweichungen ausgeräumt und der Verstärker gibt (sehr schön sogar!) laut. Ich habe auch nochmal in Ruhe jedes Bauteil einzeln kontrolliert und eigentlich (das magische Wort) stimmt jetzt alles. Dennoch verbleiben an V1 folgende Werte:


      #SollIst
      1230 AC229
      26,5 AC6,57
      3208 AC218
      4260 DC272
      5237 DC248
      6225 DC234
      7225 DC234
      881 DC67,7
      9105 DC134,3
      101,2 DC1,07
      11110 DC138,9
      12185 DC197
      1350 DC52,3
      14166 DC173,1
      153,0 DC3,29
      16251 DC266
      17254 DC266
      1810,5 DC11,21
      1947 DC49,4
      20230 AC229


      Die leider nach wie vor zu weit abweichen. Da der Verstärker augenscheinlich seinen Dienst tut und weiterhin nichts raucht, brennt, stinkt, o.ä. - wirken sich die Werte auf die Lebensdauer von V1 aus? Die Gain, Volume und Tonestack Potis habe ich kurz hin und her gedreht und zumindest scheinen sie zu tun was sie sollen. Will das Gerät nicht unnötig belasten, wenn noch offensichtlich etwas nicht stimmt.

      Vielen Dank nochmal für die Hilfe!
    • Ganz einfach kontrollieren und nochmal kontrollieren bis alles stimmt.
      Du hast da noch einen Bock drin.
      Druck dir das Layout und den Schaltplan aus, und streich nach kontrolle jede einzelne Verbindung ab, das selbe danach mit dem Schaltplan.
      Ausserdem die Widerstandswerte kontrolliern. Normalerweise misst man diese vor dem Einbau.
      Dieter
      A15MKII und M15MKI wechselbar im Combogehäuse Eminence Canabis Rex 12". G3 Blues mit Jensen 10" CH 35 8 Ohm als Mini Combo, Roland Cube XL40 mit Eminence Copperhead, Anvil, TT Tube Reverb, Vox AC10 1:1 Clone mit Reverb Addon und Celestion G10 Gold, Hagstrom 310 Clone mit Jensen P10R, Bluguitar Amp1 mit Remote und FatCab.
    • Hallo,

      die 4 abweichenden Werte sind konsistent, also untereinander "stimmig", die Pentode arbeitet halt nur in einem anderen Arbeitspunkt.
      Das kann eine Exemplarstreuung der Röhre sein, oder einer von R3 / R4 / R5 weicht deutlich vom Sollwert ab.
      Oder - eher unwahrscheinlich - C3 hat einen "wech", dann würde ein Drehen an P1 (Gain) die DC-Werte beeinflussen.

      Gruß, Bernd
    • Hallo Bernd,

      vielen Dank erneut für die schnelle Hilfe.

      Die genannten Widerstände habe ich ausgelötet und gemessen (R3: 68,4k, R4: 550, R5: 328k) die scheinen in Ordnung zu sein. Drehen am P1 verändert die gemessenen DC Werte nicht, also ist wohl auch C3 okay.

      Wenn nun die Röhre ein bisschen "anders" ist, beeinflusst das die Lebensdauer oder ähnliches der anderen Komponenten? Sollte ich diese lieber tauschen, oder kann ich den Verstärker so nutzen?

      Viele Grüße
      Andreas
    • ndrshrzg schrieb:

      Die genannten Widerstände habe ich ausgelötet und gemessen (R3: 68,4k, R4: 550, R5: 328k) die scheinen in Ordnung zu sein. Drehen am P1 verändert die gemessenen DC Werte nicht, also ist wohl auch C3 okay.

      Wenn nun die Röhre ein bisschen "anders" ist, beeinflusst das die Lebensdauer oder ähnliches der anderen Komponenten? Sollte ich diese lieber tauschen, oder kann ich den Verstärker so nutzen?
      Hallo,

      die Widerstände hätte man zum Messen nicht auslöten müssen, die hängen alle mit einem Ende an der Röhre, welche im kalten Zustand hochohmig ist und eine Widerstandsmessung nicht beeinflußt. Ansonsten reicht es auch, nur ein Ende eines Widerstandes abzulöten...

      Auf die Lebensdauer wirkt sich daß nicht aus (so, wie es im Moment ist, wird sie sogar "kälter" gefahren), es sei denn es glühen Teile, die normalerweise nicht glühen sollten.
      Du kannst dir natürlich ein zweites Exemplar der Röhre zulegen, aber ob die Werte dann wunschgemäß sind bleibt offen.

      Alternativ kannst du auch mit R4 (und R5) "spielen" (testweise Trimmer verwenden) um auch beim aktuellen Exemplar auf die Sollwerte zu kommen.
      Dazu solltest du aber wissen/verstehen was du tust, denn das Einstellen und Messen erfolgt normalerweise unter Spannung.

      Gruß, Bernd