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Masseproblem und starke Mikrophonie A15mk2 Delux

    • Masseproblem und starke Mikrophonie A15mk2 Delux

      Moin,


      Nachdem ich vor vier Wochen den Verstärker fertiggestellt und die Spannungen geprüft hatte, habe ich den Verstärker im Proberaum an einer 4x12 Box 16Ohm (Marschal JCM 900 LEAD 1960) getestet.
      Vorgeschaltet war ein Korg Toneworks DTR-1 Tuner.

      Bei der ersten Probe bemerkte ich ein starkes Rauschen im Hight-Gain Kanal.
      Dies wurde plus Boost, wie nicht anders zu erwarten, stärker.

      Bei der nächsten Probe tauchte ein stark oszilliertes Fiepen ab 3/4 Lautstärke und vollem Gain in Boost/High-Gain Kanal auf.
      Nachdem ich das Stimmgerät in den FX-Weg gehängt hatte war das Fiepen verschwunden.

      Bei der nächsten Probe viel mir auf, dass wenn ich gegen die Befestigungsschrauben der Hauptplatine klopfte, dieses verstärkt wurde.
      Auch war ein leichtes „Tuckern“ zu hören. Dieses „Tuckern „ habe ich aber auf Streugeräusche geschoben.

      Ich habe den Verstärker dann abgebaut und zuhause durchgescheckt.

      Eine kalte Lötstelle habe ich dabei gefunden.
      Der Wiederstand R41 war nicht richtig mit R40 und R41 verbunden.

      Danach habe ich die Spannungen anhand des Schaltplans gemessen und hierbei keine Auffälligkeiten gefunden.
      Ich habe dann den Amp aufgedreht ohne Gitarre aber natürlich mit meiner Bastel-Box 1x10 8Ohm.
      Nun stellte sich ein Knack und Brummeffekt beim Berühren der Schalter, so wir beim berühren des Gehäuses ein. Ich vermute ein Masseproblem.

      Die Röhre V1 wurde extrem mikrophonisch. Auch wenn man auf den Wiederstand R4 „kratzt“ wir es akustisch verstärkt.

      Ich habe V1 gegen eine baugleiche Röhre aus meinem Fundus ausgetauscht.
      Leider ohne Wirkung.

      Diese Effekte tauchen im High-Gain-Mode besonders stark auf.
      Auch die Klangregelung hat Auswirkungen auf den Klang des Brummens

      Wenn jemand von euch eine Idee hat oder mir Tipps geben kann wie ich an das Problem rann gehen kann wäre ich euch sehr dankbar.

      Beste Grüße Ted

      Bilder
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    • Hallo,

      leider ist das Bild nicht groß/scharf genug, dass ich direkt fundiert losmeckern könnte. ;)

      Aaber ich erahne hier und da nicht so dolle Lötstellen. Und die Zwangsstörung, die du mit Hilfe von massig Kabelbindern auslebst (nicht böse sein, die hatte ich auch, bin aber jetzt aus Überzeugung geheilt) solltest du zumindestens testweise rückgängig machen. Denn abgeschirmt hin oder her, so dicht haben das die Kabel gar nicht gerne an andere Leitungen (halt Borderline oder so...).

      Dass ausgerechnet R4 (der Kathodenwiderstand der Clean-Eingangsstufe!) mikrofonisch ist, könnte wirklich auf ein Masseproblem hinweisen (wie du selber schrubst), bei R2 oder R19 hätte mich das nicht gewundert.

      "Danach habe ich die Spannungen anhand des Schaltplans gemessen und hierbei keine Auffälligkeiten gefunden."
      Dieser zusammenfassende Satz besagt für mich, dass alle Betriebsspannungen/Arbeitspunkte stimmen und ich mich nicht weiter in die Fehlersuche reinhänge...
      Meine heiße Empfehlung: Klappere ganz zwanghaft (auf einer Kopie des Layoutplans alle Checkungen markieren) jedes Bauteil, jeden Lötpunkt und jede Drahtverbindung ab.
      Das meine ich ernst. Wenn du hast, mit einem akustischen Durchgangsprüfer (der deutlich macht, ob einer Lötverbindung 0, 1 oder 100 Ohm hat - Zahlen sind natürlich nur Beispiele).

      Gruß, Bernd
    • Hier noch einige Bilder ☺
      Bilder
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    • Hallo Ted,
      Man kann auf den Fotos nicht erkennen, ob am Massepunkt der Lack zum Chassis auch gut weggemacht ist und guter Kontakt da ist.
      Bei mir hat eine metallische Bodenplatte einiges gegen Brummen geholfen, hast Du die?
      Viel Glück, Christof
      =O Achtung: Bei Röhrenamps liegen LEBENSGEFÄHRLICHE Spannungen an. =O
      Bevor an einem Gerät gearbeitet wird muss es spannungsfrei gemacht werden und das muss auch überprüft werden. Jeder ist für seine Sicherheit selbst verantwortlich!
    • Hallo und Danke für eure Tipps!

      Ich habe Bernds Empfehlung befolgt und habe einige Schwachstellen finden und beheben können.

      cebersp schrieb:

      Hallo Ted,

      Man kann auf den Fotos nicht erkennen, ob am Massepunkt der Lack zum Chassis auch gut weggemacht ist und guter Kontakt da ist.
      Bei mir hat eine metallische Bodenplatte einiges gegen Brummen geholfen, hast Du die?
      Viel Glück, Christof

      @ Christof: Ja! Ich habe den Amp in einer Rackwanne montiert. Aber danke für den Tipp.

      Den Brummeffekt bei der Berührung mit den Kippschaltern konnte ich mit etwas Schleifpapier zu Leibe rücken. Sie hatten durch die lackierten Bohrlochränder keinen Massekontakt zum Gehäuse. Auch habe ich die Massepunkte nachgebessert.

      Da meine alte Lötstation anscheinend die Temperatur nicht mehr richtig hält, ist das Zinn an manchen Stellen zu heiß geworden und hat sich nicht gut mit den Bauteilen verbunden.
      Auch dieses habe ich behoben.

      Jetzt ist nur noch „leichtes“ Rauschen vorhanden.

      .




      Gruß und Dank Ted

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Ted Brümmel ()