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Screamer-Hilfe und Marshall-in-a-Box-Auswahlhilfe

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    • Screamer-Hilfe und Marshall-in-a-Box-Auswahlhilfe

      Hallo zusammen.

      Ich bin neu, sowohl hier im Forum, als auch im Bereich des Stompbox-Eigenbaus.
      An meinen E-Gitarren habe ich schon häufiger die Pickups getauscht, und auch schon alternative Schaltungen (50s-Wiring mit Kondensator zwischen Vol.Poti-Ausgang und Tone-Poti-Eingang, außerdem auch Coil Split und Out of Phase via Push-Pull-Poti).

      Nun habe ich selber noch keinen Bausatz da, jedoch sind für nächsten Monat (die Augen sind halt größer als der Geldbeutel, chronische Equipmentitis ;) )
      der Screamer und das Plus angepeilt.
      Ich will die zu Hause vor meinen Fender Mustang 3 V2 Modelling Amp hängen, um damit etwas authentischere Stomps zu haben.
      Außerdem will ich mir in der näheren Zukunft einen Orange Micro Terror holen, dann habe ich auch was mit Röhre.

      Nun habe ich dazu ein paar Fragen:

      Welcher Screamer ist besser? TS808 oder TS9?
      Lohnt sich die Montage eines DPDT, mit dem sich die 2 unterschiedlichen Widerstandspaare umschalten lassen?

      Außerdem würde ich noch gerne, wenn das soweit gut klappt, mir einen Marshall-in-a-Box als Bausatz holen.
      Hat da schon jemand Erfahrungen mit dem Doctor Rock-Bausatz gemacht?
      Gibt es da Alternativen beim Musikding?

      EDIT: Habe gerade noch den Capt Munch gefunden. Bitte auch dazu Erfahrungen...

      Schon mal vielen Dank für eure Beiträge.

      LG André

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von 94erBrom ()

    • Hi!
      Mal kurz:

      Welcher Screamer ist besser? TS808 oder TS9?
      Lohnt sich die Montage eines DPDT, mit dem sich die 2 unterschiedlichen Widerstandspaare umschalten lassen?

      Ich höre keinen Unterschied.
      Nein, hab ich ein einem (meiner ersten Treter eingebaut). Das bringt nichts, ändert nur etwas den Ausgangswiderstand.
      Bau lieber die Dioden umschaltbar.

      Und zu der anderen Frage: Nun, die BoR ist beliebt und die Nachbauten sicher beide mehr als nah dran. Da Du noch keine Erfahrung hast, fang doch erstmal mit dem TS an ;)
    • Hallo.

      Danke für die guten Antworten.

      Also sind sowohl der Capt Munch als auch der Doctor Rock beides Klone der Box of Rock?
      Ich dachte der Capt Munch wäre ein Klon der MI Audio Crunch Box...

      Da ich Anfang nächsten Monats am Karpaltunnel links operiert werde, habe ich danach 2 Wochen, in denen ich nicht spielen kann.
      Da ich die Finger der Hand aber bewegen darf, nur eben nicht kräftig zupacken, wollte ich mir diese beiden Stomps für diese Zeit vornehmen.
      Die ersten 3-4 Tage werde ich wohl noch nichts machen, aber danach wirds bestimmt gehen.

      Genügend Zeit zum Troubleshooting habe ich also auf jeden Fall.
      Ein digitales Multimeter habe ich auch da, die Fehlersuche wird also eher nicht am fehlenden Equipment scheitern.
      Ich habe übrigens die digitale Lötstation von Pollin Electronics für 40 Euro gekauft, habe dazu passend je eine Bleistift und eine Meisselspitze.

      Capt Munch und das Harley Benton Crunch Distortion(thomann.de/de/harley_benton_crunch_distortion.htm) sind beides Klone des selben Pedals, oder?

      LG André
    • Das HB ist jedenfalls eine Crunchbox. Die klingt ja nicht schlecht, aber als Marshall-Amp-Sim würde ich das nicht sehen, es ist ein simples Distortionpedal mit Clippingdioden nach Masse... BOR, ROG Thor, Catalinbread DLS und die JCM-800-Emu sind deutlich authentischer. Musst halt entscheiden, ob du das "originale" Tonestack willst, oder bloß ein Tone-Poti. Wenn der Amp eine komplette Klangregelung hat, evtl noch mit einer sehr ähnlichen Charakteristik, wie die Marshallamps, ist es nicht unbedingt günstig, nochmal ein ganzes Tonestack davor zu hängen...
    • OK.

      Ich habe halt nur festgestellt, dass, wenn man nach den Klangbeispielen von Thomann geht, man dem Crunch Distortion eine recht ansprechende AC/DC-Zerre entlocken kann. Hätte ich halt gerne.
      Dürfte also über den Capt Crunch gehen...

      Andererseits hätte ich auch gerne einen Slash-ähnlichen Sound in Reserve, weiß aber halt nicht, was ich dafür benutzen kann.
      Ich glaube der verwendet einen Marshall Plexi, aber k.A.
      Mit meinen Alnico 4 PAFs in meiner SG ist das so oder so nicht ganz so einfach...
      Da wäre eine entsprechende Amp-Sim halt gut...

      Zwar sind in meinem Fender Mustang eine Marshall 59 Super Lead Plexi und eine Marshall JCM800 Kopie drin, aber ich hätte schon gerne was mehr zum anfassen, falls ihr versteht, was ich meine. Zu mal die Emulationen im Fender ja nur von den Originalen inspiriert sind...
    • Ts 808 eher für Röhrenamps (100 Ohm im Audio Pfad lässt mehr Strom durch um die Röhren anzutreiben)

      TS9 eher für Transistor AMP (470 Ohm im Audio Pfad damit die Transe nicht so schnell in die Sättigung geht)

      Die Shunt Widerstände 10K beim TS808 und 100k beim TS9 sind der Ausgangswiderstand des Treters, generell gilt hohe Eingangsimpedanz (1M) und niedrige Ausgangsimpedanz (~10K), den der nächster Treter oder AMP freut sich über eine niedrige Ausgangsimpedanz die er am Eingang sieht. (z.b. ein Emitter Follower). Generell gilt hier ein TS-808 kann im Vergleich zum TS9 den nächsten Treter/AMP 2mal so hart antreiben (macht nur sinn bei Röhren, Transen gehen in die Sättigung und es matscht).

      Ich habe bei mir ein Brown Mod eingebaut mit einem SPDT, der schaltet 100nF an C4 dazu (mehr Bass)

      R7/c4 (4,7K und 47n) High Pass 720Hz (-20db bei 70Hz) mit 4,7K und 147n geht die Grenzfrequenz runter auf 230Hz (-20db bei 20Hz)

      Dioden habe ich über eine DPDT schaltbar gemacht einmal zwei 3mm Rote Led mit 1,5V laut Diodenmessgerät (für crunch Sachen) und jeweils 2 germanium dioden wobei ich hier bissel rumprobieren musste und es assymetrisch haben wollte eine Seite 950mV und die andere 1050mV. Aber hier gilt ausprobieren und schauen was einem gefällt.

      Probier ruhig mal rum auch mit dem Ausgangswiderstand, bei den 9V Tretern wird das Signal immer um 4,5V angehoben um auch die negative Flanke zu sehen (da + und minus ja wechseln und OP AMPS nunmal mit 9V und 0V an Vcc+ und Vcc- gespeist werden können die nur in dem Range arbeiten unter 0V geht da nix (wobei dann nochmal circa 2V oben und unten wegfallen, da die OPAMP's beim TS-808 nicht rail to rail sind). ergo bewegt sich das Signal zwischen 2V und 7V (0 ist 4,5V). Realistisch gesehen eigentlich 2,5V bis 6,5V (also max 2V nach oben und unten von Null, sonst könnte er Übersteueren).

      Wichtig finde ich auch gute Drähte für den Audio Pfad zu verwenden, da läuft das Signal durch, was nutzt das tollste Sommer Cable XXL wenn nachher der Draht alles wieder zunichte macht.

      Auch nicht zu vergessen jedes Kabel hat Kapzität pro Meter sind as circa 100pF sind bei 5 Metern Kabel von der Gitarre zum tretter 0,5nF, in Verbindung mit Widerständen kann das zu prima Tiefpässen führen (die nicht gewünscht sind). Sind halt so ein paar Aspekte die man beachten sollte

      Gibt ein prima Soundkarten Oszillioscope, da kann man solche Sachen sich auch in Realtime anschauen. Ich finde man lernt viel dadurch, so kann man sich Stück für Stück das nötige Wissen aneignen.

      Falls ich ich Fehler in meiner Erklärung habe, wäre es schön wenn Ihr mich drauf hinweist.
    • Das Catalinbread DLS Mk3 bietet zwei Grundsounds, einmal eher 70er Plexi, der andere eher 80er JCM-800.
      Dabei werden mit einem 2pdt der Zerrgrad und der Bassanteil umgeschaltet. Nimmt man zwei Einzelschalter, wird es noch flexibler. Mein Layout dazu findest du auf freestompboxes.org.
      Dazu dann noch einen Spannungsdoppler rein...