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    • Hallo,

      das nennt sich Schälbohrer und Chris hat den Haupt-Nachteil schon genannt.
      Und bei größeren Materialdicken kann die konische Bohrung von Nachteil sein

      Bei Stufenbohrern wirkt der nächstgrößere Durchmesser - bei richtiger Anwendung - wie ein Entgrater, zumindestens schon mal von einer Seite.

      Für mich war auch nicht die jetzt vieldiskutierte Farbe/Oberflächenbeschichtung das Qualitätskriterium sondern die Ausformung der Schneiden.

      Meine haben z. B. keine goldene Beschichtung, sind aber sicher auch irgendwie oberflächenvergütet/gehärtet.
      Am meisten wirkt m. M. n. immer noch sich der richtige Umgang (richtige Drehzahl und ausreichend, richtige Schmierung) auf die Lebensdauer aus.

      Gruß, Bernd
    • Ich schrieb deshalb so negativ über das Goldzeug, weil ich und noch mehrere Leute in meinem Bekanntenkreis bisher nur schlechte Erfahrungen damit machten. Auch normale Metallbohrer betrifft das, sie eierten sogar, weil sie krumm waren und nach wenigen Bohrungen warf ich sie wütend in den Mülleimer, weil sie stumpf waren und kaufte mir anständige Bohrer. Es scheint aber auch Unterschiede zu geben, wie Uwe schrieb, der ja kein Wenigbohrer ist und sie erfolgreich schon länger einsetzt. ^^ Meine kaufte ich allerdings ausschließlich beim Lebensmittel-Discounter. :/ X/

      Gruß, Bernd
    • Hi,

      Hab meine Stufenbohrer auch nicht vom "Fachhandel" sondern auch vom Hobbymarkt. Sind aber genauso gülden :D

      eBernd schrieb:

      Am meisten wirkt m. M. n. immer noch sich der richtige Umgang (richtige Drehzahl und ausreichend, richtige Schmierung) auf die Lebensdauer aus.
      (e)Bernd, hättest Du mal Lust ein Paar praktische Tips dazu geben ?
      Ich meine z.B. welche Drehzahl in Abh. vom Lochdurchmesser bei Aludruckguss (grobe Richtlinie) ?
      Und womit preiswert schmieren ?

      Viele Grüsse
      Chris
      :P Ich liebe Blondinen :P

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Chris Guitar ()

    • eBernd schrieb:



      Bei Stufenbohrern wirkt der nächstgrößere Durchmesser - bei richtiger Anwendung - wie ein Entgrater, zumindestens schon mal von einer Seite.
      Vorteil der Billigbohrer aus dem Supermarkt: Man spannt sie bedenkenlos auch falschrum ins Bohrfutter und kann so auch bei kleinen Gehäusen den innen liegenden Rand entgraten.

      Für die üblichen Gussgehäuse für Effektgeräte reichen die billigen Dinger übrigens völlig hin, für härteres halt nicht.
    • Hallo,

      hier ein paar hemdsärmelige (natürlich aufgekrempelt beim Bohre und Fräsen!) und subjektive Empfehlungen:
      Prolog:
      Richtige Materialbearbeitung besteht nicht einfach nur aus der richtigen Parameterwahl und dann los aufs Werkstück!
      Die Bearbeitung ist ein stark rückgeloppelter Prozeß: Sehen/spüren was man macht und was es bewirkt und darauf die Vorgehensweise (Druck höher niedriger, Vorschub schneller/langsamer) anpassen.

      Übrigens in CNC-Bearbeitungsautomaten ist es nicht anders: Das sitzen heutzutage Sensoren, die nicht nur sowas lapidares wie Drehzahl und Anpreßdruck überwachen sondern auch die Temperaturentwicklung vorne am Werkzeug und über eine Geräusch-/Vibrationsanalyse das saubere Arbeiten und drohende Werkzeugausfälle mitkriegen.

      Zurück in den Keller: Gehäuse-/Blechbearbeitung mache ich vorzugsweise an einer Ständerbohrmaschine, wegen der guten Beobachtbarkeit der Bearbeitung bei aufrechter Körperhaltung.
      Die hat genau 5 Gänge: 600 / 900 / 1250 / 1750 / 2500 Upm (jetzt weiß ich auch mal die genauen Drehzahlen).
      [Früher glaubte ich ja, die hätte mehr Gänge, wie so eine Kettenschaltung am Fahrrad, aber bei "schräger" Keilriemeneinstellung hatte ich immer soviel Brösel im Schutzgehäuse und es stank schnell "technisch". <X ]
      Davon benutze ich 3 Gänge: "oben" 2500, "Mitte" 12500, "unten" 600

      Bohren/Vorbohren bis ø 6 mm: 2500, dickere 1250, Stufen- und Schälbohrer 600.

      Bei der Durchsicht meiner Schmiermittel mußte ich grinsen: Auf einigen war die Herstellerpostleitzahl noch 4-stellig.
      Zur Schmierung ist da einmal "Bohr-und Schneidöl für Metalle". Ist oft in Plastikflaschen mit Dosierspitze wie Fahrradöl, kostet auch nicht viel mehr als solches.
      Dann das gleiche in Sprayform: Da hab ich einmal altes (aber funktionierendes) Spray von RUKO gefunden in einer kleinen Sprühdose (wie Türschloßenteiser) und in der Familienpackung welches von WIKO (wird z. B. von Pollin vertrieben)
      Ich verwende das gleichermassen für Alu und Eisen/Stahl und Messing (wobei das Material "zickig" bleibt).
      Was ich nicht mehr verwende, ist Bohr- und Schneidfett wegen der umständliche Anwendung (Auftrag mit Pinsel bei laufender Maschine)

      Ausnahme: Zum Sägen von Alublechen (mit Min.-Stichsäge oder Laubsäge) nehme ich Spiritus. Das kühlt und verhindert meiner Meinung das Zuschmieren der Sägezähne besser.
      Darauf achten, womit und wie man die Schnittmarkierung aufbringt, sonst verschwindet die plötzlich beim Sägen mit Spiritus. 8o
      Spiritus ist brennbar (falls das nicht mehr alle in den jüngeren Generationen wissen...).

      Entfettungsspray nach der Bearbeitung ist praktisch, weils auch Reste von Markierungen mitnimmt aber nicht gerade "öko".

      Wenn Alu beim Bohren erstmal schmiert (das ist wörtlich zu nehmen), dann bricht man besser ab und macht erst mal das Werkzeug wieder sauber, was bei diesen zäh klebenden Alupartikeln gar nicht so einfach ist.

      Ach so, bei Aludruckguß (was von der Zusammensetzung nie so rein ist, wie es sich anhört), verfahre ich wie bei Alublech.
      Solange es nicht schmiert oder rattert ist die Drehzahl und Schmierung OK.
      Anlaufen/ Verfärbung von Bohrern ist nicht OK!
      Man kann fehlende Schärfe von Werkzeugen nicht durch höheren Druck oder Drehzahl kompensieren!

      Hier noch eine Skizze zum Erkennen der (besseren) hinterschliffenen Schneiden.

      Gruß, Bernd
    • Hallo Bernd,

      besten Dank für Deine ausführliche Antwort.

      Hab auch eine Standbohrmaschine mit 5 Gängen. Bohre aber immer trocken. :S
      Werd mir mal endlich was zum schmieren besorgen. Und ich bohre anscheinend auch zu langsam.

      Aber, das mit dem Spiritus beim Alu Sägen hab ich noch nie gehört 8o
      Das werd ich bei Gelegenheit ausprobieren.

      Viele Grüsse
      Chris
      :P Ich liebe Blondinen :P
    • Moin,
      Ich bohre mit ner Bosch Elektronic. Nix mehr mit Gänge :) . Z.b. vorbohren mit ca. 1350 und 1.5mm , 6mm ca. 320 und die grossen mit ca. 190U. (Gehäuse) Auch alles trocken :-). Schmieren gibts nur an der Fräse. In normalem Alublech gebohrt, ist es gut, wenn der Span nicht abreist, sondern immer schön als Spirale herauskommt. Dann stimmt alles.
      Und an der Bosch ist auch ne Tabelle mit vorgeschlagenen Drehzahlen für Material, Bohrdurchmesser und Drehzahl, womit ich nicht klarkomme, weil es einfach nicht hinhaut :)

      LG uwe
      Uwe = MEK = uk-electronic.de
      --> Weniger ist manchmal mehr <--
    • Hi,

      kann meinen Vorredner (vorallem eBernd) nur zustimmen: Theoretisch alles richtig und auch der Hinweis, das man praktisch eben ein Gefühl dafür entwickeln muss, was die optimale Drehzahl ist. Als Schmiermittel ist für Alu tatsächlich Öl eher schlecht, aber Spiritus in jedem Fall hilfreich auch beim Bohren. Allerdings braucht man das auch nicht immer. Ich bohre meine Löcher in die Alugehäuse für Effekte immer von Hand ohne Kühlung. Allerdings zentriere ich vorher mit einem scharfen Zentrierbohrer die Position auf meiner Fräsmaschine an. (ist in dem Fall auch nicht anders, als mit einer Säulenbohrmaschine). Das verhindert ein Verlaufen und sichert die exakte Position. Bei Bohrungen bis ca. 10mm kann man theoretisch bei Alu-Vollmaterial eigentlich immer "volle Pulle" gehen in der Drehzahl. Das gilt aber meist auch nur für hochwertige Werkzeuge mit Hartmetallschneidplatten. Ausnahmen sind darum zahlreich. Also bei Blech sowieso immer langsam, das gleiche gilt für Senker. Und mit billigen Bohrern und Fräsern.
      Zum Thema preiswerte Werkzeuge: Meine Erfahrung ist, das man zwar mit etwas Können auch mit einer günstigen Maschine vernünftig arbeiten kann, aber nie mit billgen Bohrern oder Fräsern.
      Noch ein Tip zum Fräsen: Ich fräse Alu immer trocken, sauge aber mit einem Werkstattsauger während des Fräsens die Späne ab.
      Das gibt dann deutlich weniger Sauerei, verbessert die Sicht aufs Teil und kühlt auch geringfügig das Werkzeug. Natürlich muss man dabei sehr vorsichtig vorgehen, also den Saugrüssel fixieren damit man damit nicht ins drehende Werkzeug kommt.
      Gruß Markus


      ---- in der Beschränkung zeigt sich erst der wahre Meister -----
    • Neu

      Hi,

      wo bekommt man denn zum humanen Preis passenden Silkonschlauch um Federn bei Pickupsbefestigung zu ersetzen ? :/
      Also wie dieser hier:
      thomann.de/de/fender_pickup_tubing_set.htm oder
      rockinger.com/index.php/de/Silikonschlauch/c-WG162/a-08124

      Der von T (gestückelt) ist zum Wuchapreis ;( Der von R zwar ist etwas billiger aber etwas dünn und zu weich.
      Danke

      Viele Grüsse
      Chris
      :P Ich liebe Blondinen :P
    • Neu

      Hi Bernd,

      danke für deine Antwort.
      Hab mich eigentlich schon etwas umgesehen, aber noch nix passendes entdeckt.
      Meine Recherche war aber nicht wirklich intensiv :/

      Habs noch nicht nachgemessen, werd ich noch machen.
      Zumindest innen müsste der Schaluch so ca. 3,5-4mm haben.

      Hab mal was bei Ebay gesehen, weiss aber nicht, ob sicht das dafür eignet.
      ebay.de/itm/Silikonschlauch-3-…a0f1e9:g:ztUAAOSwLjxaWLkc

      Viele Grüsse
      Chris
      :P Ich liebe Blondinen :P